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Alte Lennebrücke muss durchhalten: Hauptuntersuchung an einem Sonntag

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Die Lennebrücke wird unter die Lupe genommen.
Die Lennebrücke wird unter die Lupe genommen. © Lydia Machelett

Die alte Lennebrücke wird unter die Lupe genommen: Bei der Hauptuntersuchung soll festgesellt werden, wie es um die Brücke in Nachrodt-Wiblingwerde steht.

Nachrodt-Wiblingwerde – Auf Herz, Nieren und Standfestigkeit wird sie geprüft, die alte Lennebrücke. Wird sie noch durchhalten? Sie muss. Denn das Planfeststellungsverfahren für die neue Brücke ist noch nicht eingeleitet. Die Unterlagen liegen – immer noch – zur Prüfung bei der Bezirksregierung. Und so kommt die Hauptuntersuchung des alten Schätzchens gerade recht.

Sie findet an einem Sonntag im November statt. „Die Hauptuntersuchung muss an einem Sonntag erfolgen, da auf der B 236 an den Werktagen zu starker Lkw-Verkehr unterwegs ist“, sagt Andreas Berg, Pressesprecher von Straßen.NRW.

Alte Lennebrücke muss durchhalten: Hauptuntersuchung an einem Sonntag

Da das Brückenuntersichtgerät allein schon 24 Tonnen wiegt, können seitlich nur noch Autos und Transporter vorbei fahren. Zusätzlichen Lkw-Verkehr würde die Brücke nicht aushalten.

Die Plattform des Brückenuntersichtgerätes lässt sich übrigens auf bis zu 14,50 Meter absenken, die maximale seitliche Reichweite beträgt 13,50 Meter. Der Korb ist bis zu 180 Grad schwenkbar. Die Inspektion der Brücke ist also für alle Bereiche möglich – auch für die Versorgungsrohre unter der Brücke.

Alte Lennebrücke muss durchhalten: Hauptuntersuchung für Zustandsnote

Untersucht werden unter anderem dabei die Tragkonstruktionen, mögliche Korrosionsschäden und die verschweißten Verbindungen. „Nach der Prüfung bekommt die Lennebrücke eine Zustandsnote. Nach der Zustandsnote und der eventuell festgestellten Schäden schließen sich dann erforderliche Maßnahmen an“, so Andreas Berg.

Während die Lennebrücke nahezu alle Verkehrsteilnehmer brennend interessiert, fristen die anderen Brücken der Gemeinde ein Stiefkinddasein. Aber nur in der Öffentlichkeit. Denn untersucht werden sie auch.

Bauwerksprüfung, Prüfstatik, Bauphysik: Das sind die Steckenpferde der Mitarbeiter der Firma „Warns und Partner“, die in der vergangenen Woche gemeindeeigene Brücken untersucht haben – fünf an der Zahl.

Alte Lennebrücke muss durchhalten: Regelmäßige Kontrollen

Es wurden die alte Bahnhofsbrücke nach Lasbeck, die Brücke über den Obergraben an der Klingestraße, die Brücke am Wehr, ebenfalls an der Klingestraße, ebenso unter die Lupe genommen wie die Überquerung an der B 236 bei den Walzwerken und die Holzbrücke am Amselweg.

„Wenn etwas Schlimmeres wäre, wüsste ich das schon. Der schriftliche Bericht liegt aber noch nicht vor“, sagt Bauamtsleiter Dirk Röding. Für alle Brücken gelten ganz klare Regeln: Sie werden grundsätzlich alle drei Monate angeschaut. Das übernimmt das Bauamt selbst und guckt nach offensichtlichen Schäden. Einmal im Jahr steht eine genauere Besichtigung an, alle drei Jahre eine Brücken-Nebenprüfung und alle sechs Jahre eine Brückenhauptprüfung.

Übrigens: Bei gemeinsamen Brücken, die die Gemeinde mit Schalksmühle, Iserlohn und Hagen hat, teilt man sich die Kosten und hat klare Absprachen: So kümmert sich Schalksmühle beispielsweise um die Brücken im Brenscheider Tal, Hagen um die Brücke am Lahmen Hasen und Iserlohn um die Brücke nach Lasbeck. Die Lennebrücke ist Angelegenheit von Straßen.NRW.

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