"Sargfabric" mit Krimi beim Lenne lebt-Tag

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Die Plakate sind da, die Krimis sollen am Freitag, 14. September, in Nachrodt eintreffen.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut wird, ist es nicht das Ende.“ Manchmal muss man sich Zitaten bedienen – wie jetzt von Oscar Wilde, der als Schriftsteller bewundert und als Skandalautor verschrien war. Von seinen Erfolgen ist das Autorenteam „Sargfabric“ noch meilenweit entfernt. Aber: Der erste Nachrodt-Wiblingwerder Krimi soll, wird und kann – so die große Hoffnung – für Begeisterung sorgen. Beim Lenne lebt-Tag am Sonntag wird das Buch „Mörderisches Nachrodt – Der Tote in der Lenne“ vorgestellt und verkauft. Die Krimiwerkstatt hat einen eigenen Stand am Lenneufer. Und: Die fünfte Ausgabe von „Lenne lebt“ wird ab 11 Uhr ohnehin ein Fest und ein Markt der Möglichkeiten für die ganze Familie.

 Morgen (Freitag, 14. September), so das Versprechen der Druckerei, werden die Taschenbücher geliefert. „Spitz auf Knopf“ sozusagen, denn eigentlich wollten die Krimi-Autoren das Buch bereits am Dienstag in den Händen halten, um zwei Jahre nach dem ersten Treffen endlich das Werk bejubeln zu können.

„Wann kommt denn euer Krimi?“, hatten Freunde und Bekannte immer wieder gefragt. Jetzt.

 Lesern werden sich die Nackenhaare kräuseln

Mit dem Roman sind Ronny Sachse, Claudia Fehling, Andreas Schlennstedt, Rita Joergens, Gaby Beil, Birgit Tupat, Susanne Fischer-Bolz, Christine Rubel und Frank Stuwe sehr glücklich. Manchem Leser werden sich die Nackenhaare kräuseln, denn natürlich ist es ein Krimi und kein Liebesroman. „Das Ende ist mir zu blutrünstig“, lacht Rita Joergens, der besonders die Team-Arbeit gefallen hat.

Und Birgit Tupat, die ganz privat und nicht als Bürgermeisterin zur Krimiwerkstatt gehört, sagt: „Am Anfang habe ich gedacht: ‘Meine Güte, warum habe ich mich für so etwas angemeldet.’ Aber dann hat mir das Schreiben großen Spaß gemacht.“ Die besondere Herausforderung war die Verknüpfung der Episoden, die jeder im stillen Kämmerlein schrieb, und die dann in großer Runde diskutiert wurden. Zehn Autoren, zehn Meinungen. Und ein respektvoller, freundlicher Umgang miteinander.

 Herausgekommen ist ein spannender Krimi, bei dem „das schöne Nachrodt-Wiblingwerde auch im Vordergrund steht“, freut sich Gaby Beil. Tatsächlich kommt das Lokalkolorit, die besondere Atmosphäre der Gemeinde, nicht zu kurz. Lieblingsepisoden haben natürlich alle „Schreiberlinge“: Bei Andreas Schlennstedt ist es die Geschichte um den liebestollen Erwin-Hans, „da habe ich mich nass gemacht vor Lachen.“

Frank Stuwe liebt die „Trecker-Episode“ besonders, Susanne Fischer-Bolz die Obduktion, „die einfach sensationell geschrieben ist.“ Tatsächlich gibt es nicht nur eine Leiche im ersten Nachrodt-Wiblingwerder Krimi. Aber mehr soll dann doch nicht verraten werden. Das Buch „Der Tote in der Lenne“ ist für 9,95 Euro erstmals am Sonntag am Lenne lebt-Tag zu haben. 2000 Exemplare sind im Druck – falls jemand ein Weihnachtsgeschenk sucht. Und um es vorwegzunehmen: Verdienen kann das Autorenteam „Sargfabric“ nichts. Denn die Kosten für Lektorat und Druckerei waren mehr als erheblich. Und aufgrund der Leader-Förderung für das Krimiprojekt müssen mögliche Überschüsse an die Bezirksregierung zurückgezahlt werden.

Übrigens: Der Name „Sargfabric“ wurde gewählt – weil er sich – fast – aus den ersten Buchstaben der Team-Vornamen zusammensetzt. Den Krimistand am Lenne lebt-Tag werden die Besucher nicht übersehen können. Ebenso freuen sich alle anderen Akteure am Lenneufer auf die Gäste.

20 Vereine freuen sich auf die Gäste

20 Vereine aus der Doppelgemeinde bieten ein abwechslungsreiches, buntes Programm – mit viel Altbekanntem, einer großen „kulinarischen Meile“ und einigen neuen Angeboten. Zum ersten Mal gibt es zum Beispiel „Bungeerun“, eine Art Hüpfburg, auf der man nach vorne wegrennt und mit einem Seil gesichert ist. Das Seil wird den Läufer irgendwann nach hinten reißen.

 Die Awo-Kita bietet Kinderschminken an, die SPD ein Gewinnspiel, die CDU baut einen Eisstand auf, die Provinzial Wygoda eine Hüpfburg. Spiel- und Malangebote gibt es von der Grundschule Nachrodt, der Bürgerbusverein und der Heimatverein backen Waffeln, die Sekundarschule mixt alkoholfreie Cocktails, die Ditib-Gemeinde bereitet türkisches Essen vor, der Kulturschock bewirtet am Getränkewagen und das Gartenhallenbad-Team kümmert sich um Currywurst und Pommes. Reibeplätzchen und Kaffee serviert das Café Klunterbunt, Aykut Aggül & Friends zaubern Crêpes und die Feuerwehr bietet Kaffee, Kuchen und Burger. Kommerzielle Standbetreiber sind auch in diesem Jahr nicht dabei. Lenne-lebt soll eine Veranstaltung „aus der Mitte der Bevölkerung“ bleiben. Eröffnung ist um 11 Uhr.

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