"Lenne lebt" erobert  die Herzen im Sturm

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Lenne lebt: Das war ein Fest für die ganze Familie

Nachrodt-Wiblingwerde – Welch ein schönes Leben an der Lenne: bummeln, an jeder Ecke plaudern, Köstlichkeiten aller Art probieren, Freunde treffen, Musik hören und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Die Kinder toben umher, werfen sich an die Klettwand oder treten an der ungewöhnlichen Rutsche gegeneinander an. Es fehlen nur der Sandstrand und ein kleiner Temperaturanstieg zum allergrößten Glück. „Lenne lebt“ ist auch bei der sechsten Auflage eine Veranstaltung, die die Herzen im Sturm erobert.

Ein bisschen frisch war es tatsächlich. „Dicke“ Wolken am Himmel, dicke Socken sehnte sich so manch ein Standbetreiber herbei. „Das Wetter hält sich bestimmt“, meinte Bürgermeisterin Birgit Tupat zuversichtlich, als die ersten Tropfen fielen. Schließlich kam tatsächlich die Sonne zaghaft heraus. Und mit ihr strömten die Besucher, um an der Lenne zwischen Rastatt und Sparkasse einen herrlichen Tag zu verleben.

Kasperletheater für die kleinsten Besucher

Bereits zum Gottesdienst, den der ökumenische Kreis vorbereitet hatte, waren viele Besucher gekommen. „Alles hat seine Zeit“, so das Thema, für das 15 Mädchen und Jungen beim Kinderaktionstag Lieder einstudiert und Collagen gemalt hatten. Kathrin Richter und Pastor Wolfgang Kube führten mit den Kindern durch den Gottesdienst, bevor die vielen Mitglieder der Vereine und Verbände ihre Stände öffneten.

Ein Kasperletheater gab es erstmals bei Lenne lebt.

Alle Mitwirkenden waren schon etliche Stunden zuvor mit den Vorbereitungen beschäftigt gewesen, hatten Kuchen über Kuchen gebacken, Fingerfood vorbereitet, Hähnchenflügel gegrillt, Erbsensuppe gekocht und die Stände mit liebevollen Dekorationen versehen. Die Mitarbeiter des Bauhofes hatten den Platz vorbereitet, Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz, der sich federführend um die Organisation gekümmert hatte, fand tatkräftige Hilfe bei Ronny Sachse und Aykut Aggül. Letzterer hatte übrigens erstmals für „Lenne lebt“ ein Kasperletheater für die kleinsten Besucher vorbereitet, bei dem er auch selbst neben Sila und Hazal Aggül mitspielte. „Die Requisiten haben wir von der Awo-Kita bekommen“, bedankte sich Aykut Aggül für die witzigen Handpuppen.

Über die Nachrodter Brücke musst du gehen

Eine sehr beeindruckende Vorstellung boten die Sänger des MGV Frohsinn und des MGV Wiblingwerde. Getrennt, aber dann auch mit drei Liedern gemeinsam, zeigten sie, wie stimmgewaltig ein vereinter Chor sein kann. Heinrich Mainka dirigierte die Lieder „Rote Rosen“ (bei dem die Gäste voller Freunde schunkelten), „Der Wanderer“ und „Über sieben Brücken musst du gehen“. Spitzfindig hatten die Sänger die Nachrodter Lennebrücke in das Lied eingebaut, wobei die „sieben dunklen Jahre“ im Text geradezu passend daher kamen.

Mit 15 Leuten war der Bürgerbus, der Heimatverein und der TV Wiblingwerde vor Ort.

Richtig rockig wurde es mit der Band Noise Department aus Wuppertal. Sänger Martin Grünert, übrigens der Schwager von Christian Pohlmann, freute sich, in Nachrodt zu sein. „Lenne lebt unterstützen wir gern“, so der Frontmann der Band, die allen mehr als gefiel. „Lenne lebt“ war erneut ein Fest für die Bürger von den Bürgern.

„Es wird von den Ehrenamtlichen organisiert, und es gibt den Vereinen die Chance, etwas für die eigene Kasse zu tun. Es ist sicher nicht verwerflich, das auch so zu sehen“, meinte Ronny Sachse, Vorsitzender des Kulturschocks, der den Bierstand betrieb.

Und sonst? Das Team Gartenhallenbad bot Currywurst/Pommes, die CDU verschiedene Sorten Eis, die Sparkasse Cocktails, das Café Klunterbunt Reibekuchen und Kaffee, die Sekundarschule alkoholfreie Cocktails und Obstspieße, die Rettungshundestaffel Steaks, die UWG Pizzawaffeln und Kuchen, Aykut & Friends Crêpes, die Ditib Gemeinde türkische Spezialitäten, der Heimatverein gemeinsam mit dem Bürgerbusverein und dem Turnverein Wiblingwerde Erbsensuppe, Lenneburgunder und Kinderspiele, der Förderverein der Feuerwehr Nachrodt Kuchen und Burger. „Heute rühren wir nicht die Werbetrommel, heute freuen wir uns auf die Gespräche und die Gemeinschaft“, meinte Sylvia Murza vom Förderverein der Feuerwehr.

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