"Lenne lebt": Neuer Termin, neue Ideen

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Von Nachrodtern für Nachrodter: "Lenne lebt" feiert die ganze Gemeinde.

Nachrodt-Wiblingwerde –Es gibt einige Veränderungen für das "Lenne lebt"-Fest: Neu sind nicht nur der Termin und einige Akteure, sondern auch viele Ideen. Und es gibt einen Haken.

Brainstorming kann sehr nützlich sein. Es ist der Klassiker unter den Kreativitätsmethoden und wird sehr gerne eingesetzt, um etwas weiterzuentwickeln – in diesem Fall die Veranstaltung „Lenne lebt“. „Erreichen wir die Leute nicht mehr, und sollten wir etwas am Programm ändern?“, fragte Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz in die Runde der Vertreter der Vereine und Parteien, die das „Lenne lebt“-Event am 28. Juni auf die Beine stellen werden. 

Tatsächlich entwickelte sich ein reger Gedankenaustausch. Ideen wurden hin- und her diskutiert, wieder verworfen, neu kombiniert. Dabei ging es zum einen um „Lenne lebt“ in diesem Jahr, zum anderen aber auch schon um 2021. 

Unglücklicher Termin für Schulen

Dass weiterhin jährlich gefeiert werden soll, ist für alle Beteiligten klar. Ein Zwei-Jahre-Rhythmus wurde abgelehnt. Nur ist der Termin in diesem Juni nicht ganz glücklich. 

Er fällt – weil er aufgrund der Kommunalwahl verschoben werden musste – auf den ersten Sonntag in den Sommerferien, sodass die Schulen wahrscheinlich schon mal nicht mit Ständen vertreten sein werden. 

Dafür sind neu im Boot: die FDP, die Pulled Pork anbieten wird, und der Bauhof, der seine Arbeit vorstellen möchte. 

E-Bike-Teststrecke, Matschparcours und Co.

Doch damit soll es nicht genug sein. SPD-Ratsherr Aykut Aggül schlug vor, auch die Nachrodt-Wiblingwerder Unternehmen für „Lenne lebt“ zu begeistern. So würde man sich freuen, wenn beispielsweise ein E-Auto vorgestellt würde oder Solarenergie und Wasserversorgung Themen bei der Veranstaltung wären.

Eine Teststrecke für E-Bikes wurde ebenso als Idee in den Raum geworfen wie Ponyreiten am Dümpel oder ein Matschparcours, den Sabine Karisch ins Spiel brachte. 

Norbert Grebe vom Café Klunterbunt hat Kontakte zu einer Falknerei, die eine Greifvogelschau an der Lenne präsentieren könnte, und Dr. Michaela Christodoulakis will sich mit einer griechischen Tanzgruppe in Verbindung setzen, die das Bühnenleben bereichern könnte. Auch ein Mitmachkonzert mit Ralf Franke ist angedacht. 

Mit dem Budget für „Lenne lebt“ kann man zwar keine riesigen Sprünge machen, aber 6000 Euro sind vorhanden. Ein Vorschlag begeisterte alle: die Zorb-Kugeln. Jene aufblasbaren Bälle, in die man hineinsteigt. Es gibt sie auch fürs Wasser, dann aber würde man ein großes Becken benötigen. 

Ideen der Bürger willkommen

„Die Bürger können sich auch bei uns melden und Vorschläge machen“, so CDU-Ratsherr Klaus-Dieter Jacobsen. Das Programm für „Lenne lebt“ darf noch wachsen. 

Für das kommende Jahr stand auch der Sonntag als Veranstaltungstag zur Debatte. „Ich finde den Samstag besser. Wie beim Lüdenscheider Stadtfest. Da ist Samstag richtig Party, und einen Tag später ist kaum noch etwas los“, sagte Michael Plaßmann, Geschäftsstellenleiter der Sparkasse Nachrodt. 

Fakt ist: Es gab schon einmal einen Versuch, mit einer Band am Samstagabend den „Lenne lebt“-Tag einzuläuten. Mit mäßigem Erfolg. Was aber, so meinten die Beteiligten, vielleicht auch an den Eintrittskosten gelegen habe. 

Party am Samstag zum Einstieg?

Die Vertreter der Vereine können sich durchaus vorstellen, im nächsten Jahr mit einem DJ oder einer Band bereits samstags das Fest erneut einzuläuten oder komplett auf einen Samstag zu verlegen. 

Regina Tschentscher (UWG) gab aber zu bedenken: „Dann aber würden wir den Charakter von ,Lenne lebt‘ komplett verändern. Es wäre dann nicht mehr das Familienfest, das es am Sonntag ist.

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