Manöverkritik der Beteiligten

„Lenne lebt“ am 7. Juli: So sieht die Planung aus - das sind Erfolge und Probleme

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Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz (links) freute sich über das große Interesse.

Nachrodt-Wiblingwerde – Was gibt es Besseres, als eine offene, ehrliche und faire Diskussion? Die Lenne lebt-Beteiligten machten es vor, wie man aufgrund einer Manöverkritik über die vielleicht schönste Sommerveranstaltung des Jahres zu einem Lenne-lebt-Tag 2019 kommt, der auch die Veranstalter glücklich machen kann.

„Ich fand es sehr gut, dass sich alle so aktiv beteiligt haben“, sagt Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz, der viele Vertreter von Vereinen und Verbänden in der Sekundarschule begrüßte. 

Zunächst einmal die Fakten: Am 7. Juli wird „Lenne lebt“ gefeiert. Zugesagt hat die Band Noise Department. Das Repertoire ist gespickt mit den Größen aus Rock und Pop – mal ganz nah am Original, mal mit einer eigenen Note: Die Chili Peppers grooven mit Grönemeyer, Lenny Kravitz und Billy Idol rocken mit HIM und 3 Doors Down. 

„Auch die Ventilisten sind wieder dabei“, freut sich Sebastian Putz. Zudem hat der MGV Wiblingwerde sein Kommen angekündigt, und „ich hoffe natürlich, dass auch der MGV Frohsinn dabei sein wird.“

Grundschule erteilt Fest eine Absage

Mit einem ökumenischen Gottesdienst soll das Fest der Feste wieder eröffnet werden – und dann darf gern der Run auf die vielen Stände stattfinden. In diesem Jahr wird auch erstmals die UWG dabei sein, wie Regina Tschentscher während der Sitzung verkündete. SPD und CDU begrüßen die Gäste ebenso wie die Sparkasse, das Jugendzentrum, „Aykut and friends“, der Kulturschock, das Café Klunterbunt, der Bürgerbusverein, der Heimat- und Verkehrsverein, der TV Wiblingwerde und die Sekundarschule. 

Das ist allerdings nur Stand jetzt: Vielleicht kommen noch weitere Vereine und Verbände hinzu, die beim ersten Treffen nicht dabei waren. Die Grundschule Nachrodt-Wiblingwerde erteilt dem Fest eine Absage – und hat triftige Gründe, die Kathrin Richter erläuterte. „Dass im vergangenen Jahr eine Standgebühr erhoben wurde, hat uns schwer getroffen.“ Die Getränke wurden zum Selbstkostenpreis angeboten, sodass man am Ende kaum mehr als die Standgebühr von 25 Euro heraus hatte – von den Schwierigkeiten, den Stand personell zu besetzen, ganz zu schweigen.

"Es ist viel Aufwand für alle"

Die Idee, eine Gebühr zu erheben, war im vergangenen Jahr von den Beteiligten selbst gekommen – auch deshalb, um sicher zu gehen, dass die angemeldeten „Buden“ auch aufgebaut würden. Dass sich manche Leute ankündigen und dann nicht kommen, ist augenscheinlich nicht nur einmal vorgekommen. 

Für dieses Problem gab es aus der Versammlung schnell eine Lösung: Statt einer Standgebühr soll nun eine Kaution erhoben werden, die den Lenne lebt-Beteiligten dann zurückgezahlt wird. „Lenne lebt“ ist eine Plattform, um die Vielfalt in der Gemeinde zu präsentierten. Es ist viel Aufwand für alle, wie Siegfried Kruse vom Heimatverein erklärte. Seinen Etat kann niemand mit der Veranstaltung verbessern.

Diskussionsfreudig zeigten sich die Lenne lebt-Beteiligten.

„Es ist eine Imagepflege und die Möglichkeit, den Bürgern einen schönen Tag zu bieten“, meinte Klaus-Dieter Jacobsen (CDU). Die Gemeinde ist Schirmherr des Lenne lebt-Tages – die Entscheider, was gemacht wird, sind die Vereine und Verbände selbst. Und so diskutierten die Beteiligten auch über den Abbau nach der Veranstaltung, der einigen Kummer bereitet. 

„Man steht den ganzen Tag da und kommt dann nicht weg“, sprach Gudrun Reinecke-Bartelt (Sekundarschule) vielen aus dem Herzen. Denn wenn die Gäste noch feiern, dürfen die Stand-Betreiber nicht abbauen. Also: Es darf kein Auto auf das Festgelände. Einen begleiteten Abtransport hält Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz für problematisch. „Die Besucher genießen höchsten Schutz. Und wenn dann jemand aus Versehen vom Gas abrutscht, könnte es zu einer Katastrophe abkommen. Diese Verantwortung kann keiner übernehmen.“ Und so wird das Abbau-Problem vielleicht damit etwas erleichtert, indem es eine etwas andere Stände-Verteilung geben soll. „Ich versuche, alle Wünsche einfließen zu lassen“, versprach Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz.

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