Lennebogen-Discounter: Entscheidung in diesem Jahr

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Seit mehr als sechs Jahren laufen die Bemühungen, die weitgehend verwaisten Mesch-Casa-Hallen an der Altenaer Straße abzureißen und an dieser Stelle ein Lebensmittelgeschäft zu errichten.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Sie zieht sich hin, die Ansiedlung eines neuen Discounters auf dem ehemaligen Mesch-Casa-Gelände am Obstfelder Lennebogen. Jetzt hat der Eigentümer der Fläche jedoch eine Entscheidung angekündigt.

Seit Jahren ist die DK Projektentwicklung GmbH aus Iserlohn bemüht, die Gewerbebrache an der Altenaer Straße zu vermarkten. Im Jahr 2006 hatte das Unternehmen, das unter anderem Nahversorgungszentren in Hennen und in der Untergrüne sowie ein Einzelhandelszentrum in Letmathe konzipiert hat, das etwa 8300 Quadratmeter große Grundstück am Obstfelder Lennebogen erworben. Ziel war es, mit einem Investitionsvolumen von rund 1,8 Millionen Euro auch hier ein Nahversorgungszentrum aufzubauen, das den bereits vorhandenen Edeka-Markt und die damals noch vorhandene Aldi-Filiale ergänzen sollte. Dazu sollten die alten Fabrikhallen abgerissen werden. Doch immer wieder hat sich die Umsetzung der Planungen verzögert. Mal war möglichen Interessenten die vorgesehene Verkaufsfläche zu klein, mal gab es Probleme mit den Nachbarn.

Von fast zwei Jahren schien es, als sei der Durchbruch geschafft. Der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde hatte eigens den Bebauungsplan geändert, der für dieses Gebiet für den Einzelhandel eine maximale Verkaufsfläche von 840 Quadratmetern vorsah. Durch die Änderung sollte auf Wunsch der Investoren die Errichtung eines Einzelhandelsgeschäftes mit einer Gesamtverkaufsfläche von etwa 1000 Quadratmetern inklusive Backshop und Eingangsbereich ermöglicht werden. Gleichzeitig kündigte DK-Geschäftsführer Herbert Domansky an, dass der Abschluss eines Mietvertrages mit einem Lebensmitteldiscounter für die zu errichtende Immobilie unmittelbar bevorstehe. Doch es geschah nichts.

„Aufgrund sehr starker Inanspruchnahme durch andere Projektentwicklungen und nur begrenzter Kapazitäten sind wir in den vergangenen Monaten nicht in der Lage gewesen, an diesem Standort voran zu kommen“, räumte Domansky ein. Jetzt scheint allerdings wieder Bewegung in die Angelegenheit zu kommen. DK will nun nach eigenen Angaben „zweigleisig fahren“: Nach einer den nachbarschaftlichen Verhältnissen neu angepassten Planung sollen erneut Gespräche mit den Nachbarn geführt werden, um einen Konsens zur Etablierung eines Lebensmitteldiscounters herbeizuführen. Parallel dazu wollen die Iserlohner Projektplaner nach potenziellen Kaufinteressenten suchen, die entweder in eigenem Namen das Projekt zu Ende führen oder das Grundstück für eigene gewerbliche Zwecke nutzen werden. „Ziel ist es, auf jeden Fall in diesem Jahr dann eine Lösung gefunden zu haben“, betonte Domansky gegenüber unserer Zeitung. ▪ Volker Griese

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