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Leben wird für Nachrodter 2022 teurer - ein Preis fällt ins Gewicht

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Von: Janine Tokarski

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Die Preise für Strom und Gas haben in den vergangenen Monat merklich angezogen
Die Preise für Strom und Gas haben in den vergangenen Monat merklich angezogen. © Michael Weber/Imago

Gas, Strom, Wasser und Co.: Das Leben wird 2022 für die Nachrodter teurer. Daran ist vor allem ein Preis schuld.

Nachrodt-Wiblingwerde – Familie Mustermann – Vater, Mutter und zwei Kinder – wohnt in einem Einfamilienhaus. Welche Kosten für die Familie anfallen, zeigt die nachfolgende Auflistung. Natürlich kommt da einiges zusammen – aber, und das ist erfreulich: Viele Gebührensätze haben sich nicht verändert. Ein Überblick:

Gaspreis steigt

Ihr Haus heizt Familie Mustermann mit Erdgas, das sie von den Stadtwerken Iserlohn bezieht. Bei einem Gasverbrauch von 20 000 Kilowattstunden im Jahr werden dafür 2022 1624,09 Euro fällig. Durch die CO2-Steuer und eine angespannte Lage auf dem Rohstoffmarkt steigen die jährlichen Kosten. Bis Oktober 2021 hatte das Gas noch 1526,09 Euro – und damit 98 Euro weniger – gekostet.

Familie Mustermann verbraucht pro Jahr etwa 180 Kubikmeter Wasser. Dafür berechnen die Stadtwerke Iserlohn 475,52 Euro. Dieser Satz gilt bereits seit 2017.

Strompreis bleibt konstant - vorerst

Der Mustermann-Haushalt mit vier Personen verbraucht 3500 Kilowattstunden Strom. Im Tarif Sauerlandstrom bei den Stadtwerken Iserlohn werden dafür seit Februar 2021 1257,32 Euro fällig. Erfreulich: Zum Jahreswechsel ändert sich an dieser Summe nichts. Oftmals werden die Strompreise aber im ersten Quartal eines Kalenderjahres angepasst. Für Mustermanns bleibt es also spannend.

Die Kosten für das Schmutzwasser richten sich nach dem verbrauchten Frischwasser. Pro Kubikmeter Schmutzwasser müssen Mustermanns in Nachrodt 3,94 Euro zahlen. Bei einem Verbrauch von 180 Kubikmetern zahlt die Familie im nächsten Jahr 709,20 Euro. Im Vergleich zu 2021 sinken die Kosten geringfügig um 23,40 Euro. Die Niederschlagswassergebühr liegt 2022 bei 0,82 Euro pro Quadratmeter versiegelter Grundstücksfläche. Familie Mustermann muss für ihre 130 Quadratmeter 106,60 Euro bezahlen. Im Vergleich zu 2021 sind das 3,90 Euro weniger.

Restmüll: Tonnen werden teurer

Für die 120 Liter Restmülltonne wird ein Jahresbetrag von 266,08 Euro fällig. Im vergangenen Jahr mussten 245,68 Euro bezahlt werden. Die Kosten sind damit um 20,40 Euro gestiegen. Für die Papiermülltonne muss die Familie Mustermann übrigens nichts bezahlen. Eine Biomülltonne gibt es nicht.

Erfreut dürfte die Familie darüber sein, dass in Nachrodt-Wiblingwerde keine Straßenreinigungsgebühren und auch keine Winterdienstgebühren erhoben werden.

Hundesteuer: „Fips“ kostet 2022 nicht mehr als 2021

Die Grundsteuer errechnet sich aus dem Grundsteuermessbetrag und dem Hebesatz der Gemeinde. Der Hebesatz liegt bei 720 Punkten (unverändert seit 2015, unverändert deutlich höher als in den Nachbarstädten des Lennetals). Familie Mustermann besitzt ein Einfamilienhaus in Nachrodt und bezahlt dafür wie im letzten Jahr 617,33 Euro.

Für Vierbeiner „Fips“ wird die Hundesteuer fällig: Das sind in der Doppelgemeinde unverändert 75 Euro im Jahr. Vater Mustermann hat einen Bücherei-Ausweis. Eigentlich müsste er einen Jahresbeitrag von 24 Euro bezahlen. Da er aber per Lastschrift zahlt, sind es nur 20 Euro.

Gesamtrechnung: Leben wird etwas teurer

Für Familie Mustermann belaufen sich die genannten Gebühren und Sätze in 2022 auf 5151,14 Euro. 2021 waren es noch 5060,04 Euro. Das Leben in der Doppelgemeinde wird mit dem Jahreswechsel also unterm Strich 91,10 Euro teurer. Das entspricht einem Prozentsatz von 1,80. Schuld daran sind vor allem die gestiegenen Energie- und Entsorgungskosten.

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