Rettungsassistent Marcus Fluit besucht evangelischen Kindergarten Wiblingwerde

Leben zu retten kann kinderleicht sein

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Kindern die Angst vor dem Helfen zu nehmen war Inhalt des Lehrganges.

Nachrodt-Wiblingwerde - Leben zu retten kann kinderleicht sein. Dabei helfen ein  "natürliches Stethoskop", ein paar richtige Handgriffe und ein kleiner Spickzettel neben dem Telefon. Wie das Ganze richtig funktioniert, lernten jetzt die Vorschulkinder des evangelischen Kindergartens Wiblingwerde.

„Stellt euch vor, ihr seid auf dem Spielplatz und euer Kumpel stürzt vom Klettergerüst und bleibt einfach liegen.“ Rettungsassistent Marcus Fluit verwendete für die kleinen Ersthelfer anschauliche Beispiele, um den Kindern den Einstieg zu erleichtern. Ein Kind spielte den bewusstlosen Kumpel und lag auf dem Boden. „Was müsst ihr denn jetzt tun?“, fragte Fluit. Sofort schnellten die Finger in die Luft, denn die Kinder hatten im Vorfeld gut zugehört, was der Rettungsassistent erklärt hatte.

Rettungsassistent Marcus Fluit wies die Kinder spielerisch auf Möglichkeiten des Helfens hin.

 „Wir müssen ihn zuerst ansprechen und gucken, ob er reagiert. Wenn er auf Sprache nicht reagiert, können wir ihn auch vorsichtig anfassen“, erklärte einer der kleinen Teilnehmer. „Und dann benutzen wir unser natürliches Stethoskop“, ergänzt sein Freund. Was das ist? Na das Ohr natürlich. Denn wenn die Kinder ihr Ohr auf die Brust des Verletzten legen, können sie gut hören, ob das Herz noch schlägt. Dann wird die Atmung kontrolliert. „Leg Deine Hand auf den Bauch. Wenn sie hoch und runter geht, atmet der Verletzte noch“, erklärte Fluit. Anschließend wurde das verletzte Kind in die stabile Seitenlage gebracht.

Referent: Notruf absetzen!

Besonderes Augenmerk legte der Referent noch einmal auf das Thema „Notruf absetzen“. Intensiv wurde das Telefonat mit der Leitstelle geübt. Dabei stellten sich die Kinder vor, dass sie bei Oma oder Opa zu Besuch sind und etwas passiert. Die Kinder lernten, genau zu beschreiben, wo sie sind. „Schon um Weihnachten rum können diese Kinder lesen. Ein kleiner Spickzettel neben dem Telefon ist dann eine große Hilfe“, erklärte Fluit. Darauf sollte neben Omas Nachnamen auch die genaue Adresse stehen. Fluit weiß, dass über die Kinder auch die Eltern noch einmal sensibilisiert werden können. Im Ernstfall stehen auch sie unter Stress und ein Spickzettel hilft dann auch ihnen beim Notruf.

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