Arbeitsgruppe trifft sich in der Rastatt

Leader: Zukunft der  Heimat  mitgestalten

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Silke Erdmann (rechts) und Kathrin Hartwig zeigen nach wie vor in der Doppelgemeinde Präsenz. Sie informierten umfassend über Sinn und Zweck des Leader-Programms.

Nachrodt-Wiblingwerde - Besonders groß ist das Interesse der Vereine offensichtlich nicht am EU-Förderprogramm Leader. Lediglich sieben Interessierte waren kürzlich in die Rastatt gekommen, gemeinsam wurde überlegt, wie die Regionalentwicklungsinitiative das Ehrenamt in der Region stärken kann. Schnell entstand eine rege Diskussion.

Leader war für die meisten noch kein Begriff. Daher erklärten die beiden Regionalmanagerinnen Silke Erdmann und Kathrin Hartwig noch einmal kurz, worum es geht. „Leader ist ein methodischer Ansatz zur Regionalentwicklung speziell für ländlich geprägte Räume“, sagte Erdmann. Das EU-Förderprogramm unterstütze die Menschen in der Region dabei, die Zukunft ihrer Heimat mitzugestalten. Die Leader-Region selbst entscheide, für welche Handlungsfelder und Entwicklungsziele die Fördergelder eingesetzt und welche Projekte gefördert werden. Mit der Anschaffung der Defibrillatoren für

Überschaubar war die Runde der Interessierten, die sich dem Projekt Leader in Nachrodt-Wiblingwerde im Gasthof Rastatt stellte.

Brenscheid, Eilerde und Rennerde wurde ein erstes Projekt erfolgreich abschlossen. Nun soll das Ehrenamt gestärkt werden. „Wichtig ist, dass das Projekt nachhaltig und innovativ ist“, betonte Hartwig. Was genau gemacht werden soll, ist noch nicht klar. Aber die Vereine waren sich einig, dass es immer schwerer wird, Ehrenamtler zu finden, gleichzeitig soll aber immer mehr durch die fleißigen Helfer gestemmt werden. „Bei uns im CVJM sind viele Posten im Vorstand unbesetzt. Es fehlen die Leute. Haben wir engagierte Jugendliche, die man an die Arbeit heranführt, sind sie oft mit Beginn von Ausbildung oder Studium wieder weg“, erzählte Thorsten Kühn. Kein alleiniges Phänomen des kirchlichen Vereins, sondern eines, das alle kannten. „Oft sind es aber auch die Eltern. Die Kinder wollen gerne, aber sie können nicht gebracht werden, weil die Eltern arbeiten oder nicht dahinter stehen – wir sehen das beim Wintermärchen. Die Kinder wollen spielen, die Eltern aber nicht mithelfen beim Bühnenbau“, erklärte Frauke Römer vom Amateurtheater Brettken am Drögen Pütt.

Bühnenbau

Jens Grote vom TV Wiblingwerde sieht einen Grund in der Flut an Angeboten: „Es wäre schon gut, wenn wir Vereine uns untereinander besser absprechen. Früher beispielsweise waren Kinderchor und Kinderturnen direkt hintereinander. Nach der Chorstunde wurden die Kinder zu uns gebracht, damit auch keines unterwegs verloren geht. Eine Kooperation von der wir beide profitiert haben. Wir müssten uns manchmal einfach besser absprechen.“ Konkrete Projekte konnten an diesem Abend nicht ausgearbeitet werden.

Netzwerk

Zunächst einmal soll ein Netzwerk entstehen, damit mögliche Kooperationen besser abgestimmt werden können. Ideen wie ein Tafelessen, ein Bauwagen fürs Brettken, Fahrdienste oder ähnliches sprudelten aus den Teilnehmern heraus. Nun sollen aus Ideen konkrete Projekte werden. Jetzt sind ersteinmal die Regionalmangerinnen gefragt, die Inspiration aus dem Workshop zu bündeln und den Aufbau des Netzwerkes zu begleiten.

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