„Leader“ unterstützt besonderes Projekt des Kulturschocks

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Es gibt einen Eintopf: Das versprechen Norbert Grebe und Gisela Gundermann.

Nachrodt-Wiblingwerde - Jedermann ist geladen . Ob arm oder reich, weiß oder schwarz, Muslime oder Christ, jung oder alt: Das Projekt „Miteinander essen, füreinander da sein“ möchte alle Bürger und Bürgerinnen ansprechen. Alle. Premiere eines sehr besonderen Vorhabens ist am 27. Januar.

Projektträger ist der Kulturschock. Und Leader, das Förderprogramm, das den ländlichen Raum stärkt, unterstützt die ungewöhnliche Veranstaltung, die vier Mal im Jahr über die Bühne gehen soll, mit 2945 Euro. 

„Miteinander essen, füreinander da sein“ ist nicht nur ein gemeinsames Essen in fröhlicher Runde. Norbert Grebe und Gisela Gundermann, die die Idee hatten, die Organisation und die Ausführung übernehmen, gehen vielmehr in die Tiefe der Hilfsbereitschaft. Denn die Gäste, die in der Lennehalle bewirtet werden, sollen, können und dürfen auf tatsächliche Hilfestellung hoffen. 

Benötigt jemand Unterstützung beim Einkaufen? Bietet ein anderer Rasenmähen als Nachbarschaftshilfe an? Sucht jemand eine Kinderbetreuung, um auch mal abends auszugehen? Und vielleicht bietet ein anderer einen Babysitterjob? Es gibt unzählige Anliegen, bei dem sich einer vielleicht die Haare rauft, dies aber für einen anderen ein „Klacks“ ist. Ein lebendiges Miteinander – denn das Gute kann so nah sein. Auf einer großen Pinnwand haben die Gäste die Möglichkeit, Wünsche und „Gebote“ zu verewigen. 

Im allerbesten Fall kommen Angebot und Nachfrage schnell beieinander. Und natürlich kommen die Gäste auch am schön gedeckten Tisch sicherlich schnell ins Gespräch. „Das muss sich natürlich entwickeln, aber ich bin sicher, dass das klappt“, ist Norbert Grebe guter Dinge. Füreinander da sein: Das ist ein großes Anliegen in einer Zeit, in der Einsamkeit bei Alleinstehenden ein großes Thema ist, in der Flüchtlinge noch mehr integriert werden könnten, in der sozial Schwächere von der Gesellschaft oft abgehängt werden. 

Menschen unterschiedlichster Sozialschichten können sich kennenlernen

Menschen unterschiedlichster Sozial- und Bevölkerungsschichten, die sonst keinen Kontakt zueinander haben, können sich bei „Miteinander essen, füreinander da sein“ kennen- und auch schätzen lernen. Gisela Gundermann wird für 70 Gäste kochen – höchstwahrscheinlich einen Eintopf. „Ich habe aber auch eine Dame, die mir für das muslimische Essen hilft.“ Zudem kommen noch Helfer und Helferinnen für die Bewirtung. Denn alle sollen am schön gedeckten Tisch Platz nehmen dürfen. Und zwar kostenlos. 

„So etwas in der Art gibt es noch nicht“, sagt Norbert Grebe und freut sich über die 65 Prozent-Unterstützung aus dem Förderprogramm Leader. Eine Konkurrenz zur Nachrodter Mahlzeit soll die Veranstaltung natürlich nicht sein. Nur das gemeinsame Essen ist ähnlich. Acht Fürstimmen, keine Gegenstimmen, keine Enthaltung: Die Leader-Verantwortlichen waren gleich angetan von der Idee aus Nachrodt-Wiblingwerde. Und damit das Projekt auch allerorts bekannt wird, werden Flyer und Plakate gedruckt, werden die Kirchengemeinden mit ins Boot geholt. 

Und so kann „Miteinander essen, füreinander da sein“ im Januar in die erste Runde gehen. Und damit auch so viele Menschen wie möglich kommen, findet die Veranstaltung an einem Samstag statt – und zwar am 27. Januar von 11.30 bis 14.30 Uhr für ein Mehr an Miteinander in Nachrodt-Wiblingwerde.

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