„Miteinander essen, füreinander da sein“ am Samstag

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Die Aufregung steigt. Gisela Gundermann und Norbert Grebe hoffen auf viele Gäste beim ersten Projekttag.

Nachrodt-Wiblingwerde - Man wird von allem satt, aber eins schmeckt besser als das andere: Das Putengyros jedenfalls wird hervorragend sein. Das verspricht Gisela Gundermann, die im Vorfeld der Premiere von „Miteinander essen, füreinander da sein“ doch ein bisschen aufgeregt ist.

Noch weiß sie gar nicht, wie viele Leute am kommenden Samstag in die Lennehalle kommen werden. Je mehr, desto besser. Aber da man sich nicht anmelden muss, ist es für die Veranstalter – Gisela Gundermann und Norbert Grebe – ein kleines bisschen ein Schuss ins Blaue. „Aber wir freuen uns riesig.“ Samstag, 11.30 Uhr Lennehalle: Dann wird Bürgermeisterin Birgit Tupat eine Veranstaltung eröffnen, die es so noch nicht gegeben hat. Und die auch nicht abgekupfert ist.

„Miteinander essen, füreinander da sein“ ist ein Leader-Projekt, das alle Bürger an einen (Mittags)-Tisch bringen soll – und im besten Fall auch bringen wird.

Allen Unkenrufen zum Trotz: Es ist kein Essen für „arme Leute“, es ist ein Treffpunkt für all diejenigen, die gern andere kennenlernen möchten, die entweder nur plaudern und essen möchten, oder auch das Pinnwand-Angebot in Anspruch nehmen möchten. Auf einer großen Tafel haben die Gäste nämlich die Möglichkeit, „Wünsche und Gebote“ zu verewigen.

Jemand sucht Hilfe beim Rasenmähen? Vielleicht bietet genau das ein anderer. Jemand möchte montags in die Sauna und sucht händeringend nach einem Babysitter? Vielleicht gibt es die Tochter der Nachbarin, die sich ihr Taschengeld aufbessern möchte. Im allerbesten Fall kommen Angebot und Nachfrage schnell beieinander. „Füreinander da sein“ soll nicht nur im Titel der Veranstaltung stehen, sondern mit Leben gefüllt werden.

Gespannt sein dürfen alle, die am Samstag kommen. Gekocht wird für 90 Personen, die zwischen 11.30 und 14.30 Uhr zu „Speis und Trank“ geladen sind. Und weil für so viele Menschen jeder Topf zu klein ist, hat Gisela Gundermann eine Art Gulaschkanone besorgt, in der sie die 17 Kilo Putengeschnetzeltes, acht Kilo Paprikastreifen, vier Kilo Schmelzkäse, Gemüsezwiebeln, Chilisauce, Zigeunersauce und Sahne zu einem köstlichen Mahl zubereiten kann. Zudem gibt es noch eine vegetarische Gemüsesuppe, damit auch jeder Besucher auf seine kulinarischen Kosten kommt. Brötchen, Toastbrot, Kaffee und Tee runden das Angebot ab. Das Angebot ist für alle Gäste kostenlos.

Das Projekt

Das Projekt „Miteinander essen, füreinander da sein“ möchte alle Bürger und Bürgerinnen ansprechen, sie miteinander ins Gespräch bringen und einen Bogen schlagen zwischen arm und reich, jung und alt, Christ und Moslem. Projektträger ist der Kulturschock. Und Leader, das Förderprogramm, das den ländlichen Raum stärkt, unterstützt die ungewöhnliche Veranstaltung, die vier Mal im Jahr über die Bühne gehen soll, mit 2945 Euro.

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