18 Familien in der Gemeinde

Laufende Asylverfahren: 15 Geflüchtete hoffen auf Zukunft

Im Flüchtlingscafé kümmern sich Ehrenamtliche wie Elfriede Sickart (hinten rechts) um die Geflüchteten, die in der Gemeinde leben.
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Im Flüchtlingscafé kümmern sich Ehrenamtliche wie Elfriede Sickart (hinten rechts) um die Geflüchteten, die in der Gemeinde leben.

15 Flüchtlinge hoffen in Nachrodt noch auf Zukunft. Das ist nur eine von vielen Informationen, die Flüchtlingsbeauftragte Sabrina Lippert und Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz jetzt bei einer Sitzung des Rates bekannt gegeben haben.

Nachrodt-Wiblingwerde – Einen umfassenden Bericht zur Flüchtlingssituation in der Gemeinde gab es während der Sitzung des Rates. Angefragt hatte diese der fraktionslose Ratsherr Aykut Aggül, ausgearbeitet wurde sie von der Flüchtlingsbeauftragten Sabrina Lippert und Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz. Derzeit leben in der Gemeinde insgesamt 97 Personen mit Fluchthintergrund.

Von den 97 Männern und Frauen befinden sich 15 noch im laufenden Asylverfahren – elf Männer, eine Frau und drei Kinder. 13 Personen sind geduldet (drei Männer, vier Frauen und sechs Kinder) und 69 haben eine Aufenthaltserlaubnis oder sind mit einem Visum als Familiennachzug hierhergezogen.

Familien

Insgesamt leben 18 Flüchtlingsfamilien in Nachrodt-Wiblingwerde mit insgesamt 45 Kindern bis 18 Jahren, davon fünf alleinerziehende Elternteile. Eine Familie befindet sich noch im Asylverfahren. Bei vier Familien haben die einzelnen Mitglieder einen unterschiedlichen Aufenthaltsstatus. Zum Teil ist das Verfahren abgeschlossen und die Familienmitglieder sind anerkannt oder geduldet (abgelehnte Asylbewerber), ein Teil befindet sich noch im Asylverfahren.

Kinder

Von den insgesamt 45 Kindern sind noch drei im Asylverfahren, sechs wurden abgelehnt und 36 haben eine Aufenthaltserlaubnis oder sind mit Visum eingereist. Aktuell gehen 13 Kinder in eine Kita (ab Sommer 2021 ändern sich die Zahlen) und 25 besuchen eine Schule.

Die weiteren sieben Kinder werden aufgrund ihres Alters noch zu Hause betreut. Der Großteil der Kindergartenkinder, nämlich insgesamt zehn Jungen und Mädchen, besucht den Kindergarten an der Geschwister-Scholl-Straße.

Erwerbstätige

Von den Menschen im Asylverfahren erwirtschaften sechs ein Einkommen, das ausreicht, um selbst für den Lebensunterhalt aufzukommen und somit keine Leistungen nach dem AsylbLG zu erhalten. Fünf von ihnen wohnen in privat angemieteten Wohnungen. Ein Flüchtling erstattet der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde seine Unterkunftskosten. Zwei weitere haben bereits eine Arbeitserlaubnis für eine Beschäftigung bei einem Personaldienstleister, jedoch noch keine Beschäftigung angefangen.

Die sechs Männer, die aktuell einer Beschäftigung nachgehen, sind alle direkt bei einem Unternehmen angestellt. Von den Geduldeten geht dagegen derzeit niemand einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. Im März 2021 wurden 18 Personen an die Bezirksregierung gemeldet. Neun davon waren erstattungsfähig anerkannt. Pro Person wird der Kommune eine monatliche Kostenpauschale in Höhe von 866 Euro vom Land erstattet.

Wohnsituation

Derzeit hat die Gemeinde 13 Wohnungen für Flüchtlinge, aktuell sind fünf davon nicht bewohnt. Eine kleine Wohnung wird als Möbellager genutzt, da der Kommune keine eigenen Lagermöglichkeiten zur Verfügung stehen. Angemietet sind die Wohnungen von der Baugenossenschaft, den Walzwerken Einsal und der Domizil Wohnungsverwaltung in Lüdenscheid.

Die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde hat aktuell die Quote zur Aufnahmeverpflichtung von Asylbewerbern zu 87 Prozent erfüllt.

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