Wiblingwerderin studiert bald in China

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Larissa studiert bald ein Semester in China.

Nachrodt-Wiblingwerde - Was macht sie nur, wenn jetzt keine Freundin das Essen vorkostet? „Da muss ich wohl durch“, schmunzelt Larissa Römer, und überlegt, ob sie als Vegetarierin in China „überleben“ wird – oder ob sie vielleicht doch bald zumindest Hühnchen essen sollte. Im Frühjahr nächsten Jahres studiert Larissa ein Semester in der Nähe von Hongkong.

 28 Grad ist es aktuell in der Metropole, in der sich gerade tausende Menschen an einem Protestmarsch zum Gedenken an den verstorbenen Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo beteiligt haben. Larissa wird das sechste Semester ihres Studiums „Angewandte Informatik“ in der Nähe der Weltstadt verbringen – und in einem Studentenwohnheim leben. Ihr großer Vorteil: Sie spricht Chinesisch.

 An der Gesamtschule in Hagen-Eilpe hatte sie sich für die außergewöhnliche Sprache entschieden, als der Russisch-Kurs nicht zustande kam. Jetzt hört es sich geradezu spannend an, wenn sie auf Chinesisch „Ich gehe für ein paar Monate nach China“ sagt. „Es ist einfacher als Englisch“, schmunzelt die Wiblingwerderin, die bei der VHS in Dortmund vor ihrer Reise noch einmal die fremde Sprache vertiefen möchte.

 16 Stunden Flug. Zeitverschiebung: sechs Stunden. Weit weg von Zuhause. Eine komplett fremde Kultur: Das ist für einen jungen Menschen durchaus eine große Herausforderung. Larissa ist 21 Jahre alt, sieht den Auslandsaufenthalt als eine große Herausforderung, aber auch als eine Chance auf eine unvergessliche Zeit. Die Unterstützung ihrer Familie und ihres Freundes ist sie sich sicher. „Mein Vater ist komplett tiefenentspannt und meine Mama will unbedingt einmal vorbei kommen“, lacht die junge Frau. Sie freut sich besonders auf die vielen neuen Menschen, die sie kennenlernen wird, und auf die Kultur.

 Dabei geht sie nicht von romantischen Vorstellungen aus, sondern hat bereits Erfahrungen gesammelt. Peking und Shanghai hat Larissa mit ihrem Oberstufenkurs erlebt. „Auf dem Nachtmarkt in Peking wurden abends Stände aufgebaut, an denen es Taranteln und Maden am Spieß gab. Das war wirklich super ekelig“, erzählt die sympathische Studentin. Ein Mitschüler probierte das Angebot und fand es gar nicht so schlecht. „Man darf nur nicht dran denken, dass es eine Made ist.“

Was Larissa essen konnte, hatte eine Freundin schon vorgekostet. „Sie musste mir sagen, ob Fleisch darin ist oder nicht. Man konnte das nicht erkennen.“ Die Möglichkeit, ein Semester in China zu verbringen, ist durch die Verbindungen der Fachhochschule Südwestfalen nicht ungewöhnlich. Aber die meisten Studenten gehen eher in die USA oder in Länder, aus denen ihre Eltern stammen – wie Polen beispielsweise. Auf das Studium in China freut sich Larissa besonders – auch, weil die Programmiersprache in Englisch ist und damit die ersten Hürden – hoffentlich – nicht so hoch werden.

Übrigens: Die AK-Leser können Larissas Abenteuer miterleben. Sie wird in regelmäßigen Abständen aus China berichten.

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