Wunsch der Sekundarschule

Laptops für Fünftklässler: Keine schnelle Lösung

Schüler vor einem Laptop mit Tablet in der Hand.
+
Laptops für alle Fünftklässler wünscht sich die Sekundarschule.

Laptops für alle Fünftklässler: Das wünscht sich die Sekundarschule Altena-Nachrodt. Doch so schnell wird das wohl nichts.

Altena/Nachrodt-Wiblingwerde – Vielleicht waren einfach zu viele Neulinge der kommunalpolitischen Arbeit dabei, die nicht vorpreschen wollten. Vielleicht hat es auch ein Missverständnis zum Antrag der CDU gegeben. Thema: digitales Lernen.

Die Christdemokraten wollten im Rahmen der Schulausschuss-Sitzung das Problem diskutieren und den Ist-Stand der Ausstattung der Schüler mit Endgeräten erläutert wissen. Im Raum stand besonders der Wunsch der Sekundarschule, für alle Fünftklässler ab dem Sommer Tablets zur Verfügung zu stellen.

Wunsch nicht auf die Schnelle zu erfüllen

Doch: Schweigen im Walde. Diskussionen? Von der CDU nicht wirklich. Eine Frage zu Fördergeldern von Tanja Edelhoff. Es war einzig die UWG, die Stellung bezog: „Wir haben in der letzten Woche viel telefoniert, um uns kurzzuschließen. Die Fraktionen wollen an einem Strang ziehen, denn es ist uns bewusst, wo der Weg hingehen muss.

Die Frage ist das Wie. Wir müssen mit der Verwaltung ein gemeinschaftliches, finanzierbares Konzept erstellen und keine Insel-Lösungen finden“, so Sonja Hammerschmidt, Vorsitzende der UWG. Auf die Schnelle könne der Wunsch der Sekundarschule nicht erfüllt werden. „Frau Rohde möchte sicher jetzt etwas Greifbares, aber ich sehe das im Moment nicht“, so Sonja Hammerschmidt, die theoretisch mit dieser Aussage eine Diskussion hätte entfachen können.

Arbeitsgruppe zwischen Nachrodt und Altena

Stattdessen: Abnicken. Nun soll eine Zusammenarbeit mit der Stadt Altena als Schulträger der Sekundarschule die Weichen für die Zukunft stellen. Genau dies hat Kämmerin Gabriele Balzukat schon in die Wege geleitet. Eine Arbeitsgruppe, die es schon länger gibt, die jetzt aber neu besetzt werden soll, wird im kleinen Rahmen online tagen. Wenn möglich, soll noch vor der Sommerpause eine gemeinsame Schulausschuss-Sitzung stattfinden.

Unterdessen wurden über das Sofortausstattungsprogramm für digitale Endgeräte 80 Endgeräte für Schüler der Sekundarschule und 51 Lehrer-Geräte angeschafft, für die Nachrodt-Wiblingwerder Grundschüler gab es 39 Schüler-Geräte und 17 Lehrer-Geräte. „Wir haben die Abfrage laut des Förderprogrammes gemacht, aber es war uns schon klar, dass für viele Familien der wirkliche Bedarf nicht gedeckt werden kann“, so Kämmerin Gabriele Balzukat.

Drei Kinder teilen sich einen Laptop

Sie ergänzte: „Wir haben im Rahmen des Medienentwicklungsplanes Gelder eingestellt, die auch für zusätzliche Geräte genutzt werden können.“ Geräte können aber noch nicht in Auftrag gegeben werden, da der Haushalt nicht beschlossen ist.

Zuvor hatte Kathrin Richter, Lehrerin der Grundschule, auf ein Problem aufmerksam gemacht: „Jetzt stellt sich nämlich heraus, dass sich beispielsweise in Familien mit drei Kindern alle ein Endgerät teilen müssen. Eine Mutter sagte: ‘Wir wollten niemanden etwas wegnehmen’.“ Dennoch klappt der Distanzunterricht an den Schulen und Altena aktuell ganz gut.

Medienkonzept: 27.000 Euro eingeplant

Kathrin Richter stellte den Mitgliedern des Schulausschusses auch die Plattform Padlet vor, mit der die Grundschulkinder im Distanz-Unterricht lernen. Die digitale Pinnwand wird für alle Fächer genutzt.

Übrigens: Es gibt einen Medienentwicklungsplan, der auf den Medienkonzepten der Schulen basiert. Da geht es um Fragen wie: Was haben wir für eine Ausstattung, was benötigen wir, was ist dringend erforderlich?“ Dafür wird Geld in den Haushalt gestellt – 27 000 Euro sind es allein für die Sekundarschule.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare