Landwirte setzen auf ein eingespieltes Team

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Schriftführer Ernst-Ulrich Pühl, Kassiererin Regina Weustermann, der Zweite Vorsitzende Martin Hohage und der Erste Vorsitzende Günter Buttighoffer (von links) bilden nach wie vor den Vorstand des Landwirtschaftlichen Ortsvereins. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Die Aussage „Ich nehme die Wiederwahl an“ war für die Vorstandswahlen des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Nachrodt-Wiblingwerde schon fast obligatorisch. Alle Vorstandsmitglieder wurden am Dienstagabend im Amt bestätigt. So wird Günter Buttighoffer auch weiterhin Vorsitzender der Landwirte bleiben.

Buttighoffers Stellvertreter bleibt Martin Hohage, während Regina Weustermann als Kassiererin im Amt bleibt und für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist und Ernst-Ulrich Pühl weiterhin als Schriftführer des Landwirtschaftlichen Ortsvereins fungiert. Als Vertreter innerhalb des Milchausschusses bleibt weiterhin Thomas Dresel tätig. Als Vertreter im Nebenerwerbsausschuss wurde Ernst Ulrich Tacke bestätigt.

Noch vor ihrer Wiederwahl gab Kassiererin Regina Weustermann einen Überblick über die Finanzlage des Ortsvereins. Den Landwirten ist es demnach gelungen, ein solides Finanzposter zu schaffen.

Der Vorsitzende Buttighoffer hielt noch einen kurzen Jahresrückblick. Er kam dabei insbesondere auf den Flächenverbrauch zu sprechen, der die Nutzungsflächen für die Landwirtschaft erheblich einschränke. So gehe allein in Nachrodt-Wiblingwerde unter anderem durch neue Bebauung statistisch jeden Tag eine Fläche von rund 80 Quadratmetern verloren. In fünf Tagen addiere sich diese Summe auf rund 400 Quadratmeter, den Platzbedarf eines Einfamilienhauses, versuchte Buttighoffer, die Zahl zu veranschaulichen. Etwa 17 Hektar gingen täglich in Nordrhein_Westfalen verloren, in der Bundesrepublik seien dies etwa 95 Hektar. Dies entspricht einer Größe eines durchschnittlichen Industrieunternehmens.

Auch die neue Beitragssatzung brachte der Vorsitzende zur Sprache. „Für den Märkischen Kreis wird sich allerdings nicht viel ändern“, wusste Buttighoffer, der auch Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes ist. Lediglich eine moderate Erhöhung des Jahresbeitrages um 7 Euro sei vorgesehen.

Letztlich ging Buttighoffer noch auf den Tierschutz ein. Hier ging es in erster Linie um die Enthornung von Kälbern, die zwischen Landwirten und der Landespolitik derzeit – zumindest zum Teil – noch als umstritten gilt. Die Suche nach alternativen Lösungen werde von der Landwirtschaft in den Fokus gestellt. Buttighoffer gab aber zu bedenken, dass es Tieren, die sich in den Stallungen frei bewegen könnten, ermöglicht werden müsse, dies ohne Verletzungsgefahr zu tun. Ludwig Krämer, Geschäftsführer des Kreisverbandes, und Dr. Friedrich-Wilhelm Lütgemüller, Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer, griffen in einem abschließenden Referat die Förderung der Landwirtschaft durch Auszahlung der Flächenprämie seitens der Europäischen Union auf. Dies sei, so Dr. Lütgemüller innerhalb seiner Ausführungen, im vergangenen Jahr recht unbürokratisch verlaufen. Grund dafür sei, dass es der Kammer gelungen sei, die Auszahlungstermine schon sehr frühzeitig festzulegen. Das abgelaufene Jahr sei daher insgesamt gesehen positiv verlaufen. Im Hinblick auf Nachrodt-Wiblingwerde konnte Dr. Lütgemüller konstatieren, dass insbesondere im Bereich der Milchviehhaltung gute Ergebnisse hätten erzielt werden können. Das liege in erster Linie daran, dass sich die Landwirte auf die gesetzlichen Anforderungen der Europäischen Union bestens eingestellt hätten. ▪ hb

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