Ein Stern für die Gemeinde

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Landrat Thomas Gemke (Mitte) übergab den ersten Stern der Regionale an Bürgermeisterin Birgit Tupat. Links: Frank Adler, Südwestfalenbeauftragter des Märkischen Kreises.

Nachrodt-Wiblingwerde –  Es ist zwar kein Hollywood-Stern, aber doch ein ganz besonderer.   Der erste Stern geht nämlich an... Nachrodt-Wiblingwerde – und zwar stellvertretend für alle Kommunen, die beim Projekt „Lenneschiene 2.0 – das lebenswerte Band in Südwestfalen“ dabei sind. Landrat Thomas Gemke überreichte die Urkunde, nachdem der Regionale-Ausschuss getagt hatte.

 „Hier werden die Ideen mit viel Herzblut angegangen und wenn nicht alle mitmachen, können wir die Lenneroute nicht neu gestalten“, so der scheidende Landrat. Der erste Stern bedeutet, dass die Ideen für gut befunden und unterstützt werden. Drei Sterne müssen es allerdings sein, damit ein Projekt verwirklicht werden kann. 

Die Haupt-Handlungsfelder der Lenneschiene 2.0, die ihr Augenmerk auf die Schaffung einer guten Infrastruktur und neuer Kultur- und Bildungsangebote legen, sind unter anderem überschrieben mit „Orte ans Wasser“, „Ökologische Aufwertung der Lenne“ und „Lenneroute“. Apropos Radweg: Eben dieser ist ein verbindendes Element der acht beteiligten Kommunen – Schmallenberg, Lennestadt, Finnentrop, Plettenberg, Werdohl, Altena, Nachrodt-Wiblingwerde und Iserlohn. Sie alle wollen das Leben an der Lenneschiene attraktiver machen – vor allen Dingen für junge Menschen und Fachkräfte von morgen.

 Rund um die Lenneroute als Herzstück neuer Mobilitätsangebote sollen neue Aufenthaltsorte und Angebote für digitales und kreatives Arbeiten entstehen. „Die Lenneroute liegt uns seit Jahren am Herzen. Und dafür gibt es einen Masterplan, den wir als Lenneschiene-Kommunen haben erstellen lassen und mit dem wir zum Landesbetrieb gehen“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat. Natürlich gibt es auch Wunschrouten für Nachrodt-Wiblingwerde – vom Pragpaul dann auf der anderen Lenneseite Richtung Nachrodt. Tatsächlich muss dringend etwas gemacht werden: Wer mit dem Rad an der B236 entlang fährt, der lebt gefährlich und es reißt ihn fast vom Sattel.

Zusammenschluss ist wichtig

 „Der Zusammenschluss der Kommunen ist wichtig für die Entwicklung der Region“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat. „Natürlich haben alle Kommunen aber auch Einzelprojekte.“ Zu den Sternen: der erste ist ein Start-Stern, beim zweiten Stern muss man Finanzierungsmöglichkeiten erschließen, ein „tragfähiges Konzept“ vorlegen, der dritte bedeutet, dass das Projekt durchqualifiziert sein muss inklusive Finanzierung. Und dann können öffentliche Zuschüsse fließen. Allerdings wird immer auch ein Eigenanteil benötigt.

 Für den Regionale-Ausschuss war es die siebte Sitzung, seitdem sich Südwestfalen erfolgreich um das Strukturprogramm beworben hat. Das Gremium mit Vertretern aus ganz Südwestfalen, der Bezirksregierung Arnsberg sowie den Ministerien des Landes NRW zeichnete dabei so viele Projekte wie bislang noch nie aus. Insgesamt sind nun 43 Teil des Regionale-Prozesses. Die Akteure aus der Region arbeiten unterdessen fleißig an Projekten für die Zukunft Südwestfalens. 

Elf Projekte neu im Rennen

Von Netphen bis Möhnesee und von Marsberg bis Hemer: Überall vernetzten sich Menschen und Organisationen und beteiligen sich mit klugen Ideen an der Regionale 2025. Elf Projekte sind neu im Rennen. Zwei Projekte sind einen Schritt weiter und erhielten den zweiten Stern. Ein Technologie-Projekt bekam sogar den dritten und finalen Stern. Davon ist die Lenneschiene 2.0 noch weit entfernt. Aber die Erfahrungen aus der Vergangenheit, in der viele Projekte im Rahmen der Lenneschiene 1.0 umgesetzt werden konnte, macht Mut für weitere Wege. Das Leuchtturmprojekt der ersten Regionale war für die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde die neue Lenneterrasse an der Rastatt. 75 000 Euro hat die Gemeinde investiert, der Rest der Gesamtkosten in Höhe von 250 000 Euro waren Mittel des Strukturförderprogramms Regionale 2013. Auf rund 1500 Quadratmetern entstand die Treppenanlage am Lenneufer. Übrigens: Die Idee, eine Aussichtsplattform auf Klaras Höhe zu bauen, scheiterte am Naturschutz.

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