L 692, Lenneroute und Co.: Bei diesen Projekten geht's kaum voran

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Wann der Lenneradweg ausgebaut und Lücken geschlossen werden, ist völlig offen.

Nachrodt-Wiblingwerde – Viele Projekte sind in der Schwebe, gehen nicht weiter und ärgern die  Nachrodter. Ein Überblick.

Die Mitglieder des Planungs- und Bauausschuss klopften bei einigen Themen auf den Busch, wollten von der Verwaltung den Stand der Dinge in Sachen L 692, Parkplatz Turnhalle Wiblingwerde, Lärmschutzwände der Bahn, Lenneroute und Planungen für die Feuerwehrgerätehäuser wissen.

Pläne für Gerätehäuser nicht fertig

„Es gibt ja den einen oder anderen Mangel. Gibt es nächste Schritte für die Gerätehäuser?“, fragte Jens-Philipp Olschewski, Fraktionsvorsitzender der CDU. 

„Wir sitzen jetzt im Arbeitskreis wieder zusammen“, so Bauamtsleiter Dirk Röding und ergänzte: „Wir müssen erst einmal etwas entwickeln, das wir Ihnen vorstellen können.“ 

Eine Idee für den Feuerwehrstandort Nachrodt ist, den Sozialtrakt mit Vorraum der Lennehalle auf die andere Seite zu bauen, sodass mehr Platz für die Feuerwehr geschaffen werden könnte. „Ich finde das immer noch eine gute Lösung“, so Röding. Im Arbeitskreis sind Mitglieder der Verwaltung, der Feuerwehr und ein Architekt. 

Lärmschutz: Kein Zeichen der Bahn

CDU-Ratsfrau Marion Kreuder-Rathmann sprach die geplanten Lärmschutzwände an, die die Bahn in Nachrodt bauen möchte. 

Seitdem es im Juni vergangenen Jahres eine Infoveranstaltung zur Lärmsanierung gegeben hatte, ruht still der See. „Davon haben wir nichts gehört“, sagte Bürgermeisterin Birgit Tupat und verwies auf Altena. Dort plant die Bahn Lärmschutzwände in Optik der Burgmauer.

 „Dann müssen auch bei uns Gabionen möglich sein“, findet die Bürgermeisterin, die genau diesen Wunsch an die Bahn weitergegeben hat. „Bis jetzt tut sich nichts“, sagte Birgit Tupat. 

Parkplatz wieder frei

Neuigkeiten gibt es vom Parkplatz der Turnhalle Wiblingwerde. Er wird nicht mehr als Lagerplatz bei Baumaßnahmen zur Verfügung gestellt, wie das in jüngster Vergangenheit der Fall war. Sebastian Brinker (CDU) äußerte sich erzürnt, dass die Sperrung aus dem Nichts gekommen sei. „Sehr unglücklich“, so Brinker. 

Die Sperrung des Parkplatzes an der Turnhalle hatte viele geärgert.

Die Stadtwerke Iserlohn, die eine Gasleitung von Wiblingwerde nach Rennerde verlegen, wollten ebenfalls den Platz anmieten. „Das haben wir aber abgelehnt“, so Bauamtsleiter Dirk Röding. Stattdessen würde dafür nun das Salzlager genutzt. 

L 692: Situation verschäft sich

Wobei man bei der L 692 ist. „Die Schlaglochsituation hat sich verschärft“, meinte Sebastian Brinker. Wenn man nicht einen größeren SUV fahre, laufe man Gefahr, sich den Unterboden des Autos aufzureißen. 

Wann der Ausbau allerdings stattfindet, ist noch nicht klar.

Leidiges Thema Lenneroute

Ebenfalls in den Sternen steht der Lückenschluss der Lenneroute für Radfahrer. Der Streckenabschnitt zwischen Plettenberg und Iserlohn ist sehr schlecht befahrbar. Die Streckenführung verläuft in diesem Teilabschnitt überwiegend über die Bundesstraße. 

Wenn der Schwerlastverkehr vorbeifährt, reißt es die Radler an der B 236 fast vom Sattel. Jens-Philipp Olschewski erinnerte an ein interkommunales Treffen auf Einladung der CDU Nachrodt und Iserlohn.

„Gibt es positive Neuigkeiten?“, fragte der CDU-Fraktionsvorsitzende. Es gibt, so Birgit Tupat, im Rahmen der Lenneschiene-Kommunen das Programm Lenneschiene 2.0. Dazu gehöre auch die Lenneroute. Ein Büro habe eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. 

Vom Pragpaul über Finkingsen – diese Streckenführung ist für die Gemeinde die Idealvorstellung der Zukunft. Eine Brücke für Radfahrer müsste her, damit der Ortsteil Einsal direkt an die Lenneroute angeschlossen werden kann. 

„Probleme sind angeblich die Steigungen. Aber in Zeiten von E-Bike interessiert das niemanden mehr“, so Birgit Tupat. Geld sei genug da. Da müsste auch vonseiten der Landespolitiker etwas kommen. „Wenn es Probleme gibt, müssen wir die zur Seite räumen, damit in dieser unendlichen Geschichte etwas passiert“, meinte Ulrich Gülicher, Vorsitzender des Bauausschusses.

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