"Kulturschock": Zustimmung auf breiter Front

Die Veranstalter vom Verein „Kulturschock“ haben ihr Publikum befragt und dabei eine Menge ermutigender Antworten bekommen.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Die „Kulturschock“-Veranstaltung erhalten prima Noten. Das ergibt eine Umfrage, die beim Musicalabend  durchgeführt wurde.

Von Thomas Keim

Danach haben die Kultur-Aktivisten – obwohl als Verein noch jung an Jahren – schon „Stammkunden“. Aber: 70 Prozent der Besucher waren noch nie bei einer „Kulturschock“-Veranstaltung. Es ist also offenbar gelungen, neue Besuchergruppen zu erschließen.

Drei bis vier Veranstaltungen pro Jahr empfindet die große Mehrheit der Umfrageteilnehmer als ideal. Ganz oben auf der Wunschliste stehen übrigens Comedy und Kabarett, gefolgt von 80er-Jahre- und Schlagerpartys. Die Hitliste der gewünschten Künstler wird angeführt von Dieter Nuhr, gefolgt von Paul Panzer und Atze Schröder. Auf Platz 4 – vielleicht nicht ganz realistisch für die Lennehalle – steht Sänger Herbert Grönemeyer. Gefragt sind im Übrigen auch Sascha Grammel, Bernd Stelter, Cindy aus Marzahn, Cordula Stratmann oder Herbert Knebel.

Der Veranstaltungsort selber wird vom Löwenanteil der Besucher als „gut“ bis „befriedigend“ eingestuft, die Durchschnittsnote liegt bei 2,4. Interessant erscheinen die Antworten auf die Frage, wie viel Geld die Besucher für eine Eintrittskarte in die Lennehalle auszugeben bereit wären. Die Antwort unterteilt die Zuschauer in zwei große Gruppen. Die eine antwortete „21 bis 25 Euro“, die größte Gruppe der Befragten aber sagt: „Das kommt auf den Künstler an.“ Offensichtlich ist das „Kulturschock“-Publikum also bereit, für beliebte Akteure auch tiefer in die Tasche zu greifen.

Der jüngste Musical-Abend erhält sehr gute Noten: 51 Zuschauer vergaben ein „sehr gut“, 47 ein gut. Insgesamt errechnet sich ein Durchschnitte von 1,7. Die Besucher wurden schließlich auch gefragt, was die Veranstalter den auftretenden Künstlern ausrichten sollen. Die beiden häufigsten Antworten waren „Weiter so“ und „Super“ und zeigen damit ebenfalls eine große Zufriedenheit mit dem Musical-Programm. Nicht ganz so gut schnitt dagegen bei einer Durchschnittsnote von 2,4 die Hallenakustik ab. Die Dekoration bekam eine 2,3. Die Note 2,1 für die Bewirtung zeigt wiederum, dass sich die Kulturschock-Helfer ordentlich ins Zeug gelegt haben.

Bei der Frage, was den Besuchern am Samstagabend besonders gut gefallen hat, lauten die drei häufigsten Antworten „alles“, „Publikum wird einbezogen“ und „die Künstler“. Was den Gästen dagegen nicht gefallen, wird ebenfalls in der Umfrage dokumentiert: Häufigster Kritikpunkt war hier die Temperatur in der Halle; es war doch einigen zu kühl. „Darauf werden wir natürlich in der Zukunft achten“, versichert Kulturschock-Vorsitzender Ronny Sachse.

Eine ganz klare Position bezieht das Publikum wiederum, wenn es gefragt wird, was es dem „Kulturschock“ mit auf den Weg geben möchte. Der Löwenanteil der Antworten lautet hier: „Macht weiter so.“

Zum Hintergrund der Erhebung: An der Umfrage haben sich 120 Besucher beteiligt. Es zeigt sich, dass das Einzugsgebiet des Vereins bis nach Hagen, Iserlohn, Lüdenscheid, Werdohl und Plettenberg reicht. Die nach Lebensalter größten Besuchergruppen beim Musicalabend waren zwischen 46 und 55 Jahre sowie über 55 Jahre alt.

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