Kurzweilige Stunden mit Sketchen und Gesang

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Die ältere Generation Nachrodts war am Dienstag zum Seniorennachmittag eingeladen und genoss Kaffee und Kuchen ebenso wie die Darbietungen. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Fast 60 Senioren aus Nachrodt haben die Katholische Frauengemeinschaft St. Josef, der St. Elisabeth-Kindergarten und der Männergesangverein Frohsinn am Dienstag einen unterhaltsamen Nachmittag bereitet. Vor Sketchen, Gedichten und Gesang stand jedoch eine besinnliche Stunde auf dem Programm.

Zum Auftakt feierte die ältere Generation – eingeladen waren Männer und Frauen ab 70 Jahren – mit Pastor Hermann Josef Lösing in der St. Josef-Kirche eine heilige Messe. Dann warteten nebenan im Katholischen Vereinsheim von der Caritas gestifteter Kuchen und Kaffee. Das Kaffeekränzchen nutzten die Senioren schon zu einem Pläuschchen mit den Tischnachbarn, bevor die Mädchen und Jungen des benacharten Kindergartens Lieder wie den Kindergarten-Song oder das Singspiel „Häschen in der Grube“ trugen. Inge Westerwell stimmte kurz darauf auf dem Klavier alte deutsche Volkslieder an, von denen die Besucher auch einige mitsangen, wobei die ausgelegten Liederbücher über die eine oder andere Textunsicherheit hinweghalfen. Als ganz textsicher erwiesen sich dagegen Margarete Richter und Barbara Krokowski, die mit Theodor Fontanes „Herbst“ und Erich Kästners „Der Oktober“ Gedichte zur Jahreszeit vortrugen.

Für die humorvolle Note des Nachmittags sorgten einige Mitglieder der Katholischen Frauengemeinschaft. So schlüpften beispielsweise Bernhardine Niggemeier und Barbara Kerkmann in die Rolle von Oma und Enkelin, die beim erledigen der Hausaufgaben so ihre Definitionsprobleme hatten. Ein Missverständnis sorgte auch in dem Sketsch für Erheiterung, in dem die auf Gymnastik eingestellten Margarete Richter, Agnes Hassler und Karin Claus ihre sportlichen Übungen irrtümlicherweise nach der Anleitung zur Zubereitung eines Hähnchens machten.

Zwischendurch, als auch schon Wein, Bier und alkoholfreie Erfrischungen ihren Platz auf den Tischen gefunden hatten, sangen alle gemeinsam immer wieder altbekannte Lieder, bis schließlich gegen Ende des Nachmittags der Männergesangverein Frohsinn Aufstellung nahm. Die Sänger unterhielten die Senioren mit einigen Stücken aus ihrem Repertoire und waren auch beim obligatorischen Schlusslied des Seniorennachmittags eine stimmliche Verstärkung. Alle gemeinsam stimmten Anton Wilhelm Zuccalmaglios Abendlied „Kein schöner Land“ an, gewissermaßen die „Nationalhymne“ der Doppelgemeinde. Angeregt durch das enge Lennetal bei Nachrodt, wo er als Hauslehrer der Familie von Löbbecke tätig war, dichtete Zuccalmaglio 1840 dieses Volkslied, das heute zu den beliebtesten in Deutschland gehört – und in Nachrodt, wo der Dichter und Komponist 1869 starb, allemal als Klassiker gelten muss. ▪ vg

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