Kultur-Schock zieht Notbremse und sagt Musicalabend ab

Das Ruhrpottpourie-Ensemble kommt nicht am 21. September, sondern erst am 25. Januar nach Nachrodt.

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Der Verein Kultur-Schock hat den für Samstag geplanten Musicalabend „The Best of Ruhrpottpourie“ in der Lennehalle abgesagt und auf den 25. Januar verschoben. Der Veranstalter zieht damit die Notbremse, nachdem im Vorverkauf nur 130 Karten abgesetzt worden sind.

„Trotz des großen Engagements unserer ehrenamtlichen Mitglieder ist es uns leider nicht gelungen, genügend Karten für unsere Veranstaltung zu verkaufen“, bedauerte der Kultur-Schock-Vorsitzende Ronny Sachse den Schritt. Die späten Sommerferien, aber auch die Großbaustelle direkt vor der Veranstaltungshalle könnten Ursachen für den mäßigen Vorverkauf gewesen sein, vermutet er und hofft auf Verständnis bei denen, die bereits eine Karte erworben haben. „Die Durchführung der Veranstaltung trotz des geringen Kartenvorverkaufs würde unseren Verein finanziell stark in Bedrängnis bringen“, erklärte Sachse weiter. Angeblich hätte dem Verein „ein vierstelliges Minus“ gedroht. „Dabei muss man bedenken, dass wir das ja alle ehrenamtlich machen und daran kein Geld verdienen wollen“, sagte der Vorsitzende.

In der jetzigen Situation gab es nach Sachses Worten nur drei Alternativen: die Veranstaltung trotz der drohenden Risiken durchzuziehen, sie komplett abzusagen oder sie auf einen späteren Termin zu verschieben. Die erste Alternative sei für Kultur-Schock keine Option gewesen, von einer Komplettabsage seien die Künstler des Ruhrpottpourie-Ensembles nicht begeistert gewesen, berichtete Sachse, der das auch verstehen kann. „Die haben ja eigens für uns ein Programm einstudiert.“ Die Terminverschiebung sei deshalb für beide Seiten die beste Lösung gewesen.

Bei der Suche nach einem neuen Termin fiel die Wahl auf Samstag, 25. Januar (20 Uhr). Das gibt dem Veranstalter etwas Zeit, um den Vorverkauf noch einmal anzukurbeln. „Dabei hoffen wir natürlich auf die Unterstützung unserer Mitglieder“, betonte Sachse. Kultur-Schock hat aber auch die Hoffnung, dass sich der eine oder andere für eine Musical-Karte als Weihnachtsgeschenk entscheidet. Ein früherer Termin kam aber auch wegen des eng gesteckten Terminkalenders der Künstler nicht infrage.

Zwar ist sich Kultur-Schock auch der Risiken, insbesondere der Wetterrisiken, des Januar-Termins bewusst. Aber zu einer erneuten Absage soll es auf keinen Fall kommen, wie Ronny Sachse versicherte. „Die Veranstaltung am 25. Januar wird unabhängig von der Zahl der verkauften Karten oder anderen Eventualitäten definitiv stattfinden“, sagte er klipp und klar.

Die gekauften Eintrittskarten haben für den Ersatztermin im Januar weiterhin Gültigkeit. „Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn wir alle jetzigen Karteninhaber zu dem neuen Termin begrüßen dürften“, hofft Sachse, dass niemand von seinem Rückgaberecht Gebrauch macht. Denn natürlich können alle ihre bereits erworbenen Karten zurückgeben und den Kaufpreis erstattet bekommen. Karten können in der Vorverkaufsstelle zurückgegeben werden, in der sie erworben wurde. Alternativ kann man sie auf dem Postweg an Kultur-Schock e. V. (Schmalsgotte 13, 58769 Nachrodt-Wiblingwerde) schicken; dabei sollte eine Bankverbindung angegeben werden, damit der Veranstalter den Kartenpreis erstatten kann. Vorstandsmitglieder von Kultur-Schock wollen aber auch am Samstagabend ab 19 Uhr an der Lennehalle präsent sein, um diejenigen „abzufangen“, die über die Verschiebung des Musicalabends nicht mehr rechtzeitig informiert werden konnten. „Wer möchte, erhält dann auch an Ort und Stelle sein Geld zurück, darauf sind wir vorbereitet“, erklärte Ronny Sachse. - Volker Griese

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