Fritz Eckenga sorgt für Durchzug in Nachrodt

Der Kabarettist Fritz Eckenga verspricht „keine gemütliche Veranstaltung, aber für frische Luft ist gesorgt“.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Die eine Veranstaltung ist gerade vorüber, schon plant der „Kultur-Schock“ die nächste: Nach dem Comedian Ingo Appelt, der Ende Oktober die Lennehalle gefüllt hat, soll nun der Kabarettist Fritz Eckenga kommen.

Der Dortmunder Fritz Eckenga ist ein Multi-Talent. Er dichtet, erzählt, kritisiert, unterhält. Eckenga schreibt und wurde im vergangenen Jahr dafür sogar mit dem Literaturpreis Ruhr ausgezeichnet.. Aber er schreibt nicht nur, er ist auch auf der Bühne ein Knüller: Im „Rocktheater N8chtschicht“ war sein Auftritt als Bademeister Kult („Äääh! Gehsse ma mitte Pommes vom Beckenrand!“), im Dortmunder Harenberg-Haus gibt’s regelmäßig seine „Mitteilungen für interessierte Dorfbewohner“, und das Programm von WDR 2 mischt Fritz Eckenga regelmäßig als „Möbel-Matthes“ auf.

Nun kommt Fritz Eckenga am Samstag, 23. Februar (20 Uhr), mit seinem aktuellen Kabarettprogramm „Alle Zeitfenster auf Kippe“ nach Nachrodt. „Durchzug sorgt für frische Luft. Ich lasse das Fenster also offen“, ruft der Kabarettist dazu auf, sich von angeblichen Experten nicht zu sehr vereinnahmen zu lassen. „Promi-Frisöre zum Klimawandel, Bild-Redakteure zur Menschenrechtscharta, Fünf-Sterne-Generäle zum Pazifismus, Bank-Vorstände zur Steuermoral, katholische Bischöfe zur Kindererziehung – wenn die einem zu sehr auf die Pelle rücken, lieber mal Fersengeld gegeben“, rät er zur Abwehr von derartigen Versuchen der Volksverblödung. Stattdessen lädt er sein Publikum zu „eigenen Spazier- und Gedankengängen“ ein, fordert es auf, zu erforschen, wie sich Welt einem in den Weg oder zur Verfügung stellt.

„Kultur-Schock“ präsentiert Fritz Eckenga übrigens nicht in der Lennehalle, sondern in der Rastatt. „Die Lennehalle wäre dafür wohl zu groß“, vermutet Vorsitzender Ronny Sachse. Allerdings: Von den 150 verfügbaren Plätzen in der Rastatt sind gut 40 Prozent schon weg. Deshalb ist Sachse überzeugt: „Die Veranstaltung wird ausverkauft sein.“

Dabei konnte man die Karten bislang nur reservieren, die Druckerei liefert die Tickets erst in der nächsten Woche. Dann sollen sie am Samstag und Sonntag für 18,70 Euro auch am „Kultur-Schock“-Stand im Rahmen des Nachrodter Weihnachtsmarktes erhältlich sein. Danach noch verfügbare Karten gibt es ab Montag, 3. Dezember, im Edeka-Markt Clever.

Die Option auf eine zweite Eckenga-Veranstaltung im April will „Kultur-Schock“ übrigens nicht ziehen. Stattdessen will sich der Verein nach dem Kabarett-Abend ganz auf seine Herbst-Veranstaltung konzentrieren, eine Musicalveranstaltung mit dem „Ruhrpottpouri“-Ensemble Oberhausen. ▪ Volker Griese

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