Kriminalitätsstatistik: Ein Fall von sexuellem Missbrauch von Kindern

238 Straftaten und keine Insel der Glückseligen

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Zwölf Wohnungsaufbrüche gab es im vergangenen Jahr. Die Täter konnten sich fast durchweg aus dem Staub machen.

Nachrodt-Wiblingwerde - Weniger Einbrüche, weniger Körperverletzungen und kein einziger Taschendiebstahl, dafür aber drei Vergewaltigungen und gar ein sexueller Missbrauch von Kindern: Auch für Nachrodt-Wiblingwerde hält die Kriminalitätsstatistik etliche Zahlen bereit – wenn auch die vielen Schicksale dahinter nur die Betroffenen selbst kennen.

Nicht Nachrodt-Wiblingwerde als kleinste Gemeinde des Märkischen Kreises, sondern Herscheid und Balve weisen mit ihren Häufigkeitszahlen die geringste Kriminalitätsbelastung auf. Die Formel für die Kriminalitätshäufigkeitszahl (KHZ): KHZ = Straftaten X 100.000 durch die Einwohnerzahl. Das ergibt für die Gemeinde aktuell die Zahl von 3609 – und sagt dem Otto-Normal-Verbraucher nichts. Wohl aber die Fakten sind interessant: 239 Straftaten gab es im vergangenen Jahr in Nachrodt-Wiblingwerde – das ist ein Plus von 8,68 Prozent. Mehr als die Hälfte der Fälle konnte aufgeklärt werden – genau 57,14 Prozent.

Während es 2016 kein Sexualdelikt gab, wurden im vergangenen Jahr gleich fünf Fälle bekannt – darunter drei Vergewaltigungen (oder schwere sexuelle Nötigung) und ein sexueller Missbrauch eines Kindes. Der Täter wurde gefasst.

29 Körperverletzungen wurden zur Anzeige gebracht, davon gelten zwölf Fälle als gefährliche oder schwere Körperverletzung. Die Anzahl ist rein statistisch eine gute Nachricht, wurden doch zwölf Vorfälle dieser Art weniger als in 2016 registriert.

Auch gab es weniger Wohnungseinbrüche: Während Diebe im Jahr 2016 noch 17 Mal in Wohnhäuser einstiegen, waren es im vergangenen Jahr noch zwölf Familien, die einen Wohnungseinbruchsdiebstahl erleben mussten. Dass sich die Täter auf nimmer Wiedersehen aus dem Staub machten, kann durchaus so formuliert werden, denn die Aufklärungsquote liegt bei mageren 8,33 Prozent. Langfinger machten sich in einem Fall auch an einem Auto zu schaffen und erbeuten Diebesgut.

Hochgetrieben hat die Anzahl der Straftaten besonders der Bereich „Vermögens- und Fälschungsdelikte“: Hier wurden 54 Fälle bekannt, ein Plus von 92,86 Prozent. Gemeint sind Betrug, Veruntreuung, Unterschlagung, Urkundenfälschung, Geld- und Wertzeichenfälschung oder Erschleichen von Leistungen.

Auch die Anzahl der Sachbeschädigungen stieg – von 32 im Jahr 2016 auf 41 im Jahr 2017. Bleibt noch die Zahl der Rauschgiftdelikte: Davon gab es sechs an der Zahl, einen mehr als 2016.

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