Kreativität in Notzeiten

NACHRODT-WIBLINGWERDE- Die Nachrodt-Wiblingwerder Bürger werden wohl kaum bemerken, dass die Gemeinde unter dem Kuratel der Kommunalaufsicht steht.

Und Jürgen Röll, Bürgermeisterstellvertreter im Amt, ist sich sicher, dass die Aufsicht im Kreishaus, zumal fast alle Kommunen im Kreis nun einen so genannten Nothaushalt fahren, wohl wohlwollend agieren wird. Gleichwohl: Nur notwendige Investitionen sind künftig möglich, politische Spielräume gibt es kaum noch. Eng wird es nun aber auch mit zukunftsweisenden Investitionen. Tenor: Man könnte in Zukunft sparen, hat aber nicht das Geld für die dazu nötigen Investitionen. Röll bestätigt: „Das ist die Krux“.

So wird man seitens der Verwaltung auch immer kreativer. Der neue Lkw des Bauhofs ist nicht mehr gekauft sondern geleast. Somit ist er keine Investition sondern der Lastwagen zählt eben zu Unterhaltungsaufwand. Kreativ wäre auch die Möglichkeit, die großen Dachflächen der gemeindeeigenen Gebäude an Investoren gegen Entgelt zur Verfügung zu stellen. Die nutzen die Dachflächen für Strom erzeugende Solarmodule. „Die Gemeinde hätte dann Mieteinnahmen“, sagte Jürgen Röll. Es gebe bereits vom Städte- und Gemeindebund ausgearbeitete Musterverträge, erläuterte der Fachbereichsleiter. Und es existieren Internetportale mit Dachflächenbörsen. Zu den Vorreitern hier gehören wohl die Ostdeutschen. Magdeburg gilt hier offenbar als vorbildlich.

Aktuell werden dort auf zwölf städtischen Dächern Fotovoltaikanlagen durch Investoren betrieben. Bis Mitte 2010 sollen auf 35 Dächern Anlagen von Investoren stehen. Die Solarmodulindustrie aber auch der Städte- und Gemeindebund unterstützen derartige Projekte beispielsweise über „SolarLokal“.

Ein gewisses Sparpotenzial gibt es noch an der einen oder anderen Stelle. Energie einsparende Straßenbeleuchtung ist eines der Projekte, mit der sich die Verwaltung aktuell befasst.- vdB

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