Kreativer Blick hinter die Filmkulissen

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Unter anderem betätigten sich die Kinder als Kostümbildner. -

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Gelächter hallte durch den Schulbau, und auch viel Applaus. Kein Zweifel, die Wiblingwerder Grundschüler hatten wirklich Spaß. Und sie lernten auch noch etwas dabei.

Schulkinowochen sind derzeit in NRW und die Grundschule Wiblingwerde macht mit. Dabei ist es gelungen, ein ganz besonderes Bonbon für die Schule an Land zu ziehen: In Person der Filmpädagogin Anja Schmid, Inhaberin der Agentur Seh-Sternchen aus Oberhausen. Sie verbrachte in Begleitung der Kulturpädagogik-Studentin Nina Heise einen Tag an der Grundschule und verarbeitete mit den Kindern spielerisch die Hintergründe rund um die Entstehung eines Films. Das Thema Film ist im übrigen Pflicht. Es ist Lerninhalt und Teil des Curriculums und muss an Grundschulen behandelt werden.

Die Schulkinowochen können dabei genutzt werden: Einmal jährlich wird an den Schulen ein vielfältiges Programm aus Filmen, zu denen Begleitmaterial vorliegt, und Sonderveranstaltungen angeboten. Das Filmprogramm ist speziell auf den Einsatz im Unterricht abgestimmt. Es ist gegliedert nach Fächern, Altersempfehlungen und Lehrplanrelevanten Themen. Schulkinowochen ist ein Kooperationsprojekt mit Partnern unter Beteiligung der Bildungs- und Kultusministerien der Länder und der Filmwirtschaft.

Wie dem auch sei: Den Kindern brachte es offensichtlich Spaß mit Lerneffekt. Dabei geht die Filmpädagogin mit einem kreativen Ansatz an das Thema Film. Die Kinder schauten sich Räuber Hotzenplotz an, jede Klasse verarbeitete anschließend den Film dann auf ihre Weise: Die Erstklässler bastelten Stabkinos aus Papierbildchen und Schaschlikspießen, außerdem malten sie die Charaktere aus dem Hotzenplotzfilm, mussten sich dabei dann mit Gut und Böse beschäftigen.

Die Kinder der zweiten Klasse befassten sich ebenfalls mit den Charakteren - sie schminkten sich, wurden fotografiert und erstellten eine Dia-Schau. Zum großen Vergnügen der anderen Schulkinder.

Die Drittklässler erarbeiteten die instrumentale Musik zu den Liedern des Films, lieferten eine kleine Karaoke-Schau.

Die 4. Klasse dann bastelte Kostüme, die sie bei einer sehr amüsanten Modenschau auf einem improvisierten Laufsteg zeigte. Alle zusammen präsentierten ihre Arbeiten dann in einer Abschluss-Schau. Sehr kreative Kostüme und amüsante Fotos waren zu sehen. Es gab viel Applaus.

Der Filmpädagogin Schmid war somit gelungen, den Kindern in einem kreativen Prozess grundsätzliche Elemente der Kunstform Film wie Bildgestaltung, Ton, Kostüme und Musik nahezubringen. Die Kinder konnten „hinter die Masken“ schauen und etwas über das Filmemachen erfahren. Im Unterricht wird das Thema Film dann noch weiter nachgearbeitet. Um mit den Schülern zu arbeiten benötigte Schmid nicht viel: Ein Laptop, Kamera, Software, kreative Kinder - das war's. Im Ruhrgebiet ist die Arbeit der Agentur begehrt, es gibt etliche Film AG an Schulen bei denen Schmid involviert ist, sie gibt Seminare, berät in medienpädagogischen Fragen, sie hat etliche freie Mitarbeiter. Sie ist mit Herzblut bei der Sache. „Mein Ansatz ist, den Schülern einen kreativen Zugang zum Film zu bieten“. Wichtig sei zudem, dass bei ihren Seminaren schnell ein Ergebnis für die Schüler vorliegE. Die Wiblingwerder Grundschüler waren mit Begeisterung bei der Sache, nach eineinhalb Stunden hatten sie ihr Ergebnis. Und erlangten am Ende noch ein Stück Medienkompetenz. - vdB

http://www.seh-sternchen.de

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