Rund 100.000 Euro Kosten

Kornspeicher: Sanierung schreitet voran

Die Tischlerei Bäuerlein  ist an der Restaurierung des Kornspeichers in Wiblingwerde beteiligt.
+
Die Tischlerei Bäuerlein ist an der Restaurierung des Kornspeichers in Wiblingwerde beteiligt.

Die Restaurierung des Kornspeichers in Wiblingwerde schreitet voran. Es gibt einen Zeithorizont für das 100.000-Euro-Projekt.

Nachrodt-Wiblingwerde – Gute Fortschritte macht die Sanierung des Kornspeichers. Die Tischlerei Bäuerlein aus Soest, die im Dezember 2020 den Auftrag über knapp 70000 Euro erhielt, hatte natürlich mit dem langen Winter zu kämpfen. Trotzdem können in der kommenden Woche die Restaurierungsarbeiten am Fachwerk abgeschlossen werden.

Sodann kommt der Lehmputz von innen. Dafür gibt es verschiedene Schichten, die jeweils für sich trocknen müssen, bis die nächste aufgebracht werden kann. Dies wird bis Ende Mai das ganze Augenmerk erfordern, bevor es an die Gefache geht. Ein Gefach ist der Raum zwischen den tragenden Balken eines Fachwerkhauses. Dabei wird nur Kalkmörtel verwendet, weil dieser denkmalgerecht ist und das Eichenholz nicht angreift, wie Holger Engelhardt erklärt. Er hat die technische Bauleitung übernommen, ist Tischlermeister und staatlich geprüfter Techniker der Baudenkmalpflege.

Verdeckte Wasserschäden

Der Kornspeicher bekommt auch ein neues Dach. Die alten, sehr vermoosten Ziegel, werden abgenommen. Das Dach war nicht undicht, hätte noch einige wenigen Jahre gehalten. Doch darunter hatte man eine nicht fachgerecht eingebaute Bitumenbahn gefunden, die entfernt werden muss. „Das macht uns Ärger mit dem Taupunkt“, sagt Holger Engelhardt.

Eingerüstet: Der Kornspeicher in Wiblingwerde wird restauriert.

Im Gebäude entsteht Wasserdampf, der, wenn er an bestimmten Stellen auf Barrieren trifft, zu Wasser wird und später zu verdeckten Schäden führt – im schlimmsten Fall am Holz. Die vorgefundenen Schäden waren aber nicht deshalb entstanden, sondern aufgrund von nicht korrekten Verbindungen zwischen Riegel und Ständer (waagerechte und senkrechte Bauteile).

Große Finanzspritze aus Fördertopf

„Denkmal und Fachwerk sind komplizierte Sachen. Man kann sehr viel falsch machen“, sagt Holger Engelhardt schmunzelnd. Am Montag gab es vor Ort eine Baubesprechung. „Die Firma Bäuerlein hat mit uns einen neuen Zeitplan abgestimmt“, so Holger Engelhardt. Und: Im September wird zum Sanierungsfinale noch der Maler kommen.

Die Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung bezeichnet Holger Engelhardt als super. „Und auch der Hausmeister Herr Panne ist mit Feuereifer dabei und hilft, wo er kann“, schickt der Bauleiter einen großen Dank an alle Beteiligten. Aus dem Landes-Fördertopf „Dorferneuerung“ fließen 85000 Euro an die Gemeinde. Insgesamt wird die Sanierung, die wahrscheinlich im Herbst abgeschlossen sein wird, etwa 100.000 Euro kosten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare