Zukunftsfähige Lösung für die Baugenossenschaft

Guido Schönau und Markus Kaiser führen die Geschäfte. Foto: Machelett

Nachrodt-Wiblingwerde Es ist die Zeit des Aufbruchs, der Veränderung und vielleicht auch ein bisschen des Neuanfangs. Vor allem aber ist es eine Zeit der Erleichterung, denn die Baugenossenschaft Nachrodt wird nicht verkauft – das steht nun fest. Stattdessen wird es eine Kooperation mit der Wohnungsgenossenschaft Lüdenscheid geben.

Auf der Mitgliederversammlung am Freitagabend in der Rastatt informierte der Vorstand die Mitglieder über das weitere Vorgehen, zudem stellte sich der neue Vorstand vor. 

Markus Kaiser wird künftig den Vorstand anführen. Der Lüdenscheider übernahm bereits im September den Platz von Johannes Eickmann, der die Altersgrenze erreichte. Für Renate Rump, die Ende des Jahres in Rente geht, wird Guido Schönau, ebenfalls aus Lüdenscheid, übernehmen. Zudem endet die Amtszeit von Jürgen Röll. Für ihn kommt der Nachrodter Jens Philipp Olschewski.

Bereits seit dem 1. Oktober werden die laufenden Geschäfte aus Lüdenscheid erledigt. Kaiser betonte aber, dass das Büro an der Hagener Straße auf jeden Fall erhalten bleibe: „Eine Anlaufstelle vor Ort ist und bleibt das A und O. Zunächst bleiben die drei halben Tage, aber wir werden die Öffnungszeiten regelmäßig auf den Prüfstand stellen und gegebenenfalls verringern oder aber auch ausweiten.“

Ansonsten ändere sich nicht viel. Die drei Organe, Aufsichtsrat, Vorstand und Mitgliederversammlung bleiben erhalten. „Ich denke, wir haben so eine gute und zukunftsfähige Lösung gefunden“, erklärte Bürgermeisterin Birgit Tupat, die zugleich Vorsitzende des Aufsichtsrats ist. Kaiser ergänzte: „Wir werden die Baugenossenschaft in eine gute Zukunft führen. Wir kommen mit einer großen Portion Power. Nun gilt es, gemeinsam mit dem Aufsichtsrat ein zukunftsfähiges Konzept zu erarbeiten.“

Das ist auch notwendig, wie Jürgen Röll erklärte. Denn es sei zwar gelungen, die Leerstände leicht zu verringern und Wohnungen zu sanieren, dennoch stehe die Genossenschaft vor großen Herausforderungen. „Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist kompliziert. Die Nachfrage sinkt und entsprechend höher werden die Anforderungen an Wohnraum. Ein weiteres großes Problem ist die hohe Fluktuation“, sagte Röll. Durch die ständigen Mieterwechsel seien auch die Kosten gestiegen, da häufiger renoviert werden müsse.

Grundsätzlich seien in den nächsten Jahren hohe Investitionen erforderlich, um den Anforderungen gerecht zu werden. So sollen beispielsweise Wohnungen zusammengelegt werden, um attraktiven Wohnraum für Familien zu schaffen. 29 der 289 Wohnungen seien derzeit nicht vermietet. Im vergangenen Jahr waren es noch 35. „Rückbau und Verkauf sind Themen, denen wir uns in Zukunft nicht entziehen können“, mahnte Röll.

Im Aufsichtsrat gab es ebenfalls drei personelle Wechsel. Rita Joergens, Barbara Olschewski und Heinz Hermann schieden aus ihren Ämtern aus. Künftig werden Susanne Jakoby, Andrej Mezler und Christian Reinholz die Posten besetzen.

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