Kontaktsperren: So läuft's in Altena und Nachrodt

Altena/Nachrodt-Wiblingwerde – Mit zusätzlichem Personal aus anderen Abteilungen kontrollieren Ordnungsämter und Polizei, ob die Kontaktsperren eingehalten werden. Das ist das Ergebnis.

Bis in die Nacht hinein hat Bürgermeisterin Birgit Tupat mit ihrem Team am Sonntag die Umsetzung der neuen Bestimmungen besprochen. Und natürlich wird in der Doppelgemeinde die Kontaktsperre überprüft – mit sechs Leuten. Drei Verwaltungsmitarbeiter aus anderen Fachbereichen unterstützen ab sofort Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz und sein Team. 

Polizei erwischt 15 Jugendliche 

Immer zu zweit werden seit gestern alle „neuralgischen Plätze“ besucht – zum Beispiel alle Spiel- und Sportplätze, der Edeka- und Netto-Markt. „Wichtig ist, zu zweit loszugehen, schon allein aufgrund des Eigenschutzes“, sagt die Bürgermeisterin.

Im Gegensatz zum Samstag, als sich 15 Jugendliche gegen 15.50 Uhr am Holensiepen aufhielten und deshalb mit Polizeibeamten ein „eindringliches Gespräch“ hatten, verlief der erste Kontaktsperren-Tag ohne besondere Vorkommnisse. 

"Die Altenaer und Nachrodt-Wiblingwerder sind sehr vorbildlich, es gibt nichts zu beanstanden“, sagt Polizeipressesprecher Dietmar Boronowski. Die jungen Leute, die sich am Sportplatz „zum Bierchen“ verabredet hatten, hätten sich nach einem zehnminütigen Gespräch mit der Polizei „getrollt und gelobten Besserung“, wie Dietmar Boronowski sagt. Es gab keinen Stress. 

"Vorzeigebürger" 

Auch Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz ist sehr zufrieden mit dem gestrigen Tag. „Wir haben offensichtlich wirklich Vorzeigebürger. Es ist so, wie es sein sollte.“ Nirgendwo musste eingegriffen werden. 

„Es war ruhig“, bilanzierte am Nachmittag Ulrike Anweiler, Leiterin des Ordnungsamtes. Es habe keine Menschengruppen gegeben, die ein Einschreiten ihrer Mitarbeiter notwendig gemacht hätten. Das Ordnungsamt kann jetzt vorübergehend auf drei zusätzliche Kräfte zurückgreifen. 

Einer stammt aus dem Rettungsdienst, eine Mitarbeiterin ist sonst im Bereich Tourismus tätig und eine Kollegin aus der Bücherei, die jetzt Innendienst versieht und vorwiegend Telefonanrufe entgegennimmt. Es wurde, auch verstärkt durch den Bürgermeister, bei Streifengängen und -fahrten ein Auge darauf geworfen, ob die Geschäfte und Ladenlokale ihre Öffnungsauflagen einhalten.

"Unberechenbare" Kontrollen

Insgesamt scheinen die Auflagen zum Umgang mit dem Coronavirus mehr und mehr in den Köpfen angekommen zu sein. „Ich muss sagen, dass sich die Altenaer vorbildlich verhalten haben“, blickt Ulrike Anweiler auf den Verlauf des Montags zurück.

Hollstein war es wichtig, „persönlich dabei zu sein, um ein Gefühl für die schwierige Arbeit unserer Teams zu bekommen“. Er kündigte an, „als Stadt nicht berechenbar zu sein. Wir werden zu unterschiedlichen Zeiten Kontrollen durchführen."

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im MK finden Sie in unserem Ticker.

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