Konjunkturpaket: Gemeinde legt eine Punktlandung hin

Die Verlegung eines neuen Kunstrasens im Wilhelm-Mestekämper-Stadion war die größte Einzelmaßnahme, die die Gemeinde mit Geld aus dem Konjunkturpaket finanziert hat.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ So etwas nennt man wohl eine Punktlandung: Die knapp 418 000 Euro, die Nachrodt-Wiblingwerde vor knapp drei Jahren aus dem Konjunkturpaket II für zusätzliche Investitionen erhalten hat, um die schwächelnde Wirtschaft anzukurbeln, sind fast bis auf den Euro genau ausgegeben worden. Das wurde am Dienstagabend in der Sitzung des Rechnungsprüfungsausschusses der Gemeinde deutlich.

Kämmerin Gabriele Balzukat hatte dem Ausschuss, der die ordnungsgemäße Verwendung der Mittel zu prüfen hatte, eine Aufstellung der mit Konjunkturpaketmitteln finanzierten Maßnahmen vorgelegt. An insgesamt sechs Stellen hatte die Doppelgemeinde Geld eingesetzt, um die Infrastruktur insbesondere der Sportstätten zu verbessern. Bei vier Maßnahmen hatte der Rechnungsprüfungsausschuss die korrekte Mittelverwendung bereits zuvor festgestellt. Größte Maßnahme war dabei die Verlegung eines neuen Kunstrasen im Wilhelm-Mestekämper-Stadion gewesen. Knapp 262 000 Euro hatte das gekostet, und schon hier hatte sich gezeigt, dass die vorherige Kostenschätzung von 263 000 Euro sehr nahe an der Realität gelegen hatte.

Rund 32 000 Euro hatte die Erneuerung der Lüftung in der Lennehalle gekostet, und auch hier hatten die tatsächlichen Kosten ziemlich genau den zuvor ermittelten entsprochen. Gleiche gilt für die Erneuerung des Tennenbelages auf der Laufbahn am Sportplatz am Wiblingwerde, die mit rund 25 000 Euro zu Buche schlug, und mit der Heizungserneuerung in der Turnhalle Holensiepen (rund 11 000 Euro).

In sämtlichen Fällen waren die letztendlich abgerechneten Investitionssummen sogar geringfügig unter dem Ansatz geblieben. Besonders günstig hatten erst in diesem Sommer die ursprünglich mit 69 000 Euro kalkulierten Arbeiten an der Turnhalle Wiblingwerde durchgeführt werden können. Diese Investitionen hatte der Rechnungsprüfungsausschuss am Dienstag zu kontrollieren, weil die Arbeiten erst am 26. Oktober abgeschlossen worden waren, der Nachweis der ordnungsgemäßen Mittelverwendung aber bis zum Jahresende bei der Bezirksregierung vorliegen muss. Und der Ausschuss attestierte einstimmig, dass das Geld für die Erneuerung einer Außenwand richtig verwendet worden sind. Knapp 65 500 Euro – und damit rund 3500 Euro weniger als zunächst veranschlagt – hatte das gekostet.

Jetzt muss die Gemeinde nur noch die restlichen Arbeiten an der Turnhalle Holensiepen abrechnen, wo in Heizungs- und Elektroinstallation sowie Maurerarbeiten investiert worden ist. Kämmerin Gabriele Balzukat liegen zwar noch nicht alle Rechnungen vor, aber sie geht davon aus, dass sich die Gesamtkosten auf rund 24 000 Euro belaufen werden. Sie sind damit zwar fast doppelt so hoch wie ursprünglich geplant, aber durch die vielen kleineren Einsparungen bei den übrigen Maßnahmen kann das ausgeglichen werden. So wird die Gemeinde am Ende rund 420 000 Euro investiert haben, von denen sie aber fast 418 000 Euro aus dem Konjunkturpaket erhält. „Genauer geht es wohl kaum, ohne dass wir unglaubwürdig geworden wären“, kommentierte Kämmerin Balzukat. ▪ vg

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