Das Ende einer Ära: Rastatt Ehrenpforte

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Die Schützen bedankten sich bei Anke Ahlers mit einer besonders schönen Ehrenpforte

Nachrodt-Wiblingwerde - Die Ehrenpforte vor der Rastatt ist ein wenig größer als normal und auch ein wenig bunter. Die Schützen des Zugs 5 der Kompanie Kelleramt steckten besonders viel Liebe in die Gestaltung, denn in diesem Jahr ist alles ein wenig anders.

Es läuft der finale Countdown vor dem großen Schützenfest. Doch in aller Freude schwingt bei den Kelleramtsschützen auch eine gehörige Portion Trauer mit.

Denn in dieser Woche endet für sie eine Ära – nämlich die der ausgelassenen Feiern und Klönabende in der Rastatt. Es war das letzte Treffen, bevor in der Rastatt die Lichter ausgehen. „Dass wir zum Dank am Ende der Kränzebinder-Zeit eine Ehrenpforte setzen, ist Tradition und wird von allen Zügen gemacht. Dennoch ist es für uns alle hier heute etwas anderes“, sagte Zugführer Bernd Fischer.

Schließlich sei die Gaststätte eine Art Heimat für die Mitglieder des Zugs gewesen. Unzählige Erinnerungen seien mit der Rastatt verknüpft. „Es ist eine kommunalpolitische Niederlage. Vereine und Verbände brauchen die Räumlichkeiten. Die Schließung ist ein derber Rückschlag für das Vereinsleben“, erklärte Fischer.

Und so genossen die Schützen ihren letzten Abend im Biergarten der Rastatt. Ließen sich noch einmal die Frikadellen und Würstchen schmecken und schwelgten gemeinsam mit dem Team noch einmal in Erinnerungen.

Wirtin Anke Ahlers musste sichtlich mit den Tränen kämpfen. „Ich werde sie alle vermissen. Inzwischen kennt man sich ja wirklich gut“, sagte sie und war sichtlich gerührt von „ihrer“ Ehrenpforte.

Auch wenn es der letzte gesellige Abend für die Schützen in der Rastatt war. Wirklich „Tschüss“ sagten die Schützen einen Tag später. Den Rahmen des traditionellen Kronenabends nutzten die Mitglieder, um sich im Rahmen eines kleinen Umtrunks noch einmal persönlich zu verabschieden.

Ab Juli treffen sich die Zugmitglieder dann im Höhendorf. Wirt Manfred Winkhaus hat sich bereit erklärt, den Schützen vorerst eine neue Heimat zu geben. „Wir sind sehr glücklich, so eine Lösung gefunden zu haben“, freute sich Fischer.

Alle zwei Monate werden sich die Schützen nun in Wiblingwerde zum Klönen treffen – und so erstmals auch das Höhendorf grün-weiß erstrahlen lassen. „Wir haben inzwischen viele Mitglieder aus Wiblingwerde und den umliegenden Dörfern. Bisher mussten sie ins Tal, jetzt fahren wir halt rauf“, sagte Fischer.

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