Kommunalwahl in Nachrodt: Das sind die Reaktionen

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Beachtliche Wahlbeteiligung: Obwohl kein Bürgermeister gewählt wurde, gaben 51,09 Prozent der Bürger ihre Stimme ab, hier die Auszählung in der Grundschule Nachrodt. 

Es gab viele Überraschungen, Bangen bei einzelnen Kandidaten und große Freude bei der UWG. Nachrodt hat gewählt -  das sind die Reaktionen.

Nachrodt-Wiblingwerde – „Ich bin platt“, meinte Petra Triches, Fraktionssprecherin der UWG, als sie am Sonntagabend das Endergebnis sah: 33,39 Prozent für die Unabhängige Wählergemeinschaft. Die CDU bekam 29,13 Prozent der Wählerstimmen, die SPD 27,24 Prozent. 

Interessant dabei: Die SPD wurde zwar abgestraft, holte aber vier Direktmandate. Die Wahlbeteiligung lag bei 51,09 Prozent. Damit waren alle Kommunalpolitiker recht zufrieden, hatten sie doch zwischenzeitlich die Sorge, dass die Beteiligung ins Bodenlose fallen könnte – im Wahlbezirk 1 wurden „unterirdische“ 29,05 Prozent gezählt. 

Hier gibt es alle aktuellen Ergebnisse vom Wahlabend im MK

Alle Parteien, Kandidaten und Einzelkämpfer  in Nachrodt im Überblick.

Kommunalwahl in Nachrodt: Aggül schafft es als Einzelkämpfer

Es gab durchaus viele strahlende Gesichter: Einzelkämpfer Matthias Lohmann ließ seine Mitbewerber im Wahlbezirk 11 (Alte Schule Veserde) deutlich hinter sich, bekam 36,73 Prozent der Stimmen. 

Freude bei der UWG: Sie holte mit 33,4 Prozent die meisten Stimmen.

„Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen“, meinte er schmunzelnd in der Grundschule Nachrodt. Dorthin waren viele Kandidaten und Unterstützer gekommen, um auf einer großen Leinwand die Auszählungsergebnisse mitzuverfolgen. 

Applaus von seiner Familie bekam Aykut Aggül, der im Wahlbezirk 3 siegte und 34,46 Prozent der Stimmen für sich verbuchen konnte. „Das ist der Dank für jahrelange gute Arbeit“, so Aykut Aggül und ergänzte: „Es geht bergauf.“ 

Kommunalwahl in Nachrodt: UWG überzeigt mit "geballter Weiblichkeit"

Die anderen Einzelkandidaten Rita Joergens, Daniel Heyermann und Melisa Ataseva konnten die Wähler nicht überzeugen. „Ich gönne es Sonja Hammerschmidt“, meinte die faire Verliererin Rita Joergens, die im Wahlbezirk 7 (Michaelskapelle) mit 28,45 Prozent der Stimmen auf Platz zwei landete – und jetzt nicht mehr im Rat der Gemeinde ist. 

Die UWG konnte ihr Glück kaum fassen. „Die geballte Weiblichkeit hat sich durchgesetzt“, so Johannes Illerhaus. Er selbst konnte im Wahlbezirk 4 für die UWG nicht punkten. 

„Ich denke, unsere Gründungsväter sind stolz auf uns“, glaubt Petra Triches, die doppelten Grund zur Freude hatte. Sie fuhr das beste Ergebnis überhaupt ein, bekam im evangelischen Gemeindehaus Wiblingwerde 54,60 Prozent der Stimmen. 

Kommunalwahl in Nachrodt: Sitzverteilung wird überprüft

„Auf meine Nachbarn ist Verlass“, schickte die UWG-Chefin einen Gruß nach Hause. Jan Schröder (SPD) machte es fast genauso gut, fuhr im Wahlbezirk 4 (Grundschule Nachrodt) 51,55 Prozent ein. Für den neuen Gemeinderat gilt: Sieben Sitze gibt es für die UWG, sieben für die CDU, sechs für die SPD. 

Erfolgreiche Drei: Einzelkämpfer Matthias Lohmann (r.), Stefan Herbel (CDU, l., Kreistag) und Gerd Schröder (SPD, Gemeinderat und Kreistag)

Hinzu kommen die beiden fraktionslosen Ratsherren Lohmann und Aggül. Ob die UWG trotz eines deutlichen Sieges nicht mehr Sitze als die CDU bekommen müsste, wird noch überprüft. CDU-Kreisstagskandidat Stefan Herbel holte ein Direktmandat, während sein Kollege von der SPD, Gerd Schröder, lange bangen musste. Und noch immer bangt. 

Kommunalwahl in Nachrodt: Gerd Schröder (SPD) muss lange bangen

Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden war der Abend kein Vergnügen. Erst bekam er in seinem Wohnort Veserde nur 18,95 Prozent Zustimmung, dann war lange nicht klar, ob er über die SPD-Reserveliste in den Kreistag einziehen kann. Doch letztlich schaffte er es und sitzt nun  in der nächsten Legislaurperiode sowohl im Gemeinde- als auch im Kreistag.

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