SPD-Mannschaft für die Wahl gut aufgestellt

Im Beisein des Landtagsabgeordneten Michael Scheffler (l.) und der Kreistagsabgeordneten Angelika Machelett (2.v.l.) präsentierte die SPD a Donnerstagabend ihre Direktkandidaten für die Wahl des Gemeinderates am 25.Mai.  Foto: Griese

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Die SPD hat am Donnerstagabend den Startschuss zur Kommunalwahl am 25. Mai gegeben: In der Gaststätte Zur Rastatt stellten die Sozialdemokraten ihre Kandidaten für die Wahl des Gemeinderates auf. Darunter waren auch zwei neue Gesichter.

„Wir haben gut vorgelegt und sind gut aufgestellt“, stellte die SPD-Vorsitzende Susanne Jakoby nach einem einstündigen Wahlmarathon fest. Soeben hatten ihre Partei als erste in der Gemeinde ihre Kandidaten für die Kommunalwahl festgelegt. Ein Blick auf die Namensliste offenbarte nicht viele neue Namen: Nur Jan Schröder und Gerd Kemmerling hatten sich für die Wahl im Mai nicht wieder aufstellen lassen. Dafür rückten mit dem 18-jährigen Schüler Aykut Aggül (Wahlbezirk 4) und dem 39-jährigen Justizvollzugsbeamten Christian Pohlmann (Wahlbezirk 5) zwei Kandidaten nach, die sich die ersten kommunalpolitschen Sporen verdienen wollen. Ansonsten setzt die SPD auf erfahrenes Personal. Als Direktkandidaten werden Reinhard Kühn (Wahlbezirk 1), Susanne Jakoby (Wahlbezirk 2), Kadir Kelpetin (Wahlbezirk 3), Rita Joergens (Wahlbezirk 6), Birgit Hirt (Wahlbezirk 7), Ronny Sachse (Wahlbezirk 8), Christiane Lange (Wahlbezirk 9), Matthias Lohmann (Wahlbezirk 10) und Gerd Schröder (Wahlbezirk 11) antreten.

Die Reihenfolge der Kandidaten auf der Reserveliste lässt Rückschlüsse darauf zu, welche der elf Kandidaten die Partei unbedingt im neuen Rat sehen möchte beziehungsweise wer die größten Ambitionen hat. Angeführt wird die Liste von der aktuellen Fraktionsvorsitzenden Susanne Jakoby. Bis Listenplatz sechs hält sich die SPD dann auch an die von der Partei vorgeschriebene Frauenquote: Es folgen auf den Plätzen zwei bis sechs Gerd Schröder, Birgit, Hirt, Matthias Lohmann, Rita Joergens und Ronny Sachse. Damit soll gewährleistet werden, dass der SPD-Fraktion möglichst gleich viele Männer und Frauen angehören. Weil Christiane Lange auf den Listenplatz sieben verzichtete, folgen dann mit Kadir Kelpetin und Aykut Aggül zwei Männer, ehe Lange auf Rang neun wieder auftaucht. Mit Reinhard Kühn auf Platz elf findet sich ein aktueller SPD-Ratsherr relativ weit hinten. Damit er erneut in den Rat einziehen kann, braucht entweder die SPD ein besseres Wahlergebnis als vor fünf Jahren oder er selbst die Mehrheit der Stimmen in seinem Wahlbezirk.

„Die Wahlergebnisse drücken Vertrauen aus“, kommentierte Susanne Jakoby nach Stimmabgabe und -auszählung die Tatsache, dass sowohl Direktkandidaten als auch Reserveliste hundertprozentige Zustimmung der Mitglieder erhalten hatten.

Ein ganz so überragendes Ergebnis konnte eine andere Kandidatin zwar nicht erzielen, doch auch in diesem Fall war die Zustimmung groß. Die SPD-Mitglieder nominierten am Donnerstag nämlich auch ihre Kandidatin für den Kreistag, und da fiel die Wahl mit 93,3 Prozent der Stimmen erneut auf Angelika Machelett. Die derzeitige Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion soll auch am 25. Mai wieder in dem Wahlbezirk, der neben Nachrodt-Wiblingwerde auch noch Stenglingsen, Lasbeck und einen Teil Letmathes umfasst, für die SPD kandidieren. Weil sich auch die Iserlohner SPD schon für Machelett ausgesprochen hat, dürfte dem nichts im Wege stehen. Außerdem nominierte der SPD-Ortsverein Nachrodt-Wiblingwerde mit Kadir Kelpetin einen so genannten „Huckepack-Kandidaten“, der das Mandat übernehmen soll, falls Angelika Machelett vorzeitig aus dem Kreistag ausscheiden sollte. Er erhielt 86,7 Prozent der Stimmen.

Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) will ihre Kandidaten am Donnerstag, 16. Januar, aufstellen. Erst Mitte Februar will sich dann auch die CDU auf ihre Bewerber festlegen. Offiziell müssen die Kandidaten für die Kommunalwahl bis zum 7. April benannt worden sein. - Volker Griese

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