Parteien stellen die Weichen für die Kommunalwahl

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Peter Herbel fühlt sich noch nicht als altes Eisen. Der 74-jährige CDU-Fraktionschef will im Mai für eine weitere Amtsperiode im Gemeinderat kandidieren.

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Die Bundestagswahl ist mit der Koalitionsbildung und der Vereidigung von Bundeskanzlerin und Ministern abgehakt. Der Blick geht jetzt nach vorne: In 156 Tagen wird in der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde der neue Rat gewählt. Die Parteien haben sich dazu bereits Gedanken gemacht und werden in den nächsten Wochen ihre Kandidaten in Stellung bringen.

Den Anfang macht dabei die SPD. Die Sozialdemokraten können nach Worten ihrer Ortsvereinsvorsitzenden Susanne Jakoby für alle elf Wahlbezirke Kandidaten vorschlagen, die im Rahmen einer Parteiversammlung am 9. Januar auch offiziell aufgestellt werden sollen. „Es war zwar etwas schwierig, aber wir haben es geschafft“, beschrieb Jakoby den Prozess der Nominierung. Personelle Überraschungen werde es nicht geben, erklärte die Vorsitzende. „Wir haben jetzt seit fünf Jahren Kontinuität und wollen daran festhalten. Es wird aber auch einige neue Gesichter geben“, sagte sie über die Kandidaten.

Nachdem sich der SPD-Parteivorstand am vergangenen Montag getroffen hat, soll Anfang Januar noch einmal eine gemeinsame Sitzung von Vorstand und Fraktion stattfinden. Nach der Wahl der Kandidaten ist bereits für den 11. und 12. Januar eine Klausurtagung terminiert, in der die SPD-Bewerber um die Ratsmandate die weitere Marschroute bis zum Wahltag am 25. Mai festlegen wollen.

Ebenfalls schon ziemlich weit sind die Planungen bei der CDU gediehen. „Wir haben im Vorstand alles vorbesprochen, Anfang Januar wird das dann festgezurrt“, sagte der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes, Ulrich Gülicher. Offiziell aufgestellt werden die Kandidaten dann Mitte Februar, einen genauen Termin dafür hat die CDU noch nicht festgelegt. Etwas überraschend will übrigens auch CDU-Fraktionschef Peter Herbel wieder zur Wahl antreten. Der 74-Jährige hatte sich schon mit dem Gedanken getragen, sich aus der Politik zurückzuziehen, jetzt will er es doch noch einmal wissen. „Ich fühle mich noch fit und bestens in Form“, versicherte er im Gespräch mit dem Altenaer Kreisblatt. Selbst ein vorzeitiger Ausstieg während der nächsten Legislaturperiode kommt für ihn aus heutiger Sicht infrage: „Ich peile die vollen sechs Jahre an!“ Gülicher ist froh darüber, dass Herbel nun doch noch nicht in den Polit-Ruhestand geht: „Mit seiner enormen Erfahrung und seinem großen kommunalpolitischen Wissen ist er ein Gewinn.“

Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) will ihre Kandidaten am 16. Januar aufstellen. Das kündigte die Vorsitzende Sonja Hammerschmidt an. Ob sie dann allerdings Bewerber für alle elf Wahlbezirke vorschlagen kann, sei noch nicht sicher. Möglicherweise blieben „ein oder zwei“ Bezirke unbesetzt. Ziemlich sicher ist dagegen nach Worten der Vorsitzenden, dass zwei UWG-Ratsherren nicht wieder antreten werden: Der 71-jährige Hans-Peter Joergens wolle sich zurückziehen und auch Norbert Hammerschmidt (72) will sich wohl nicht wieder um einen Platz im Gemeinderat bewerben.

Nicht mehr zu Wahl antreten wird auch die Offene Soziale Liste (OSL), die bei der letzten Wahl noch 4,4 Prozent Stimmenanteile und ein Ratsmandat errungen hatte. Der letzte OSL-Ratsherr, Horst Schröder, hat sich allerdings im November 2012 der CDU-Fraktion angeschlossen, die OSL hat sich still und leise aufgelöst. - Volker Griese

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