Klobürste wird zum prunkvollen Zauberstab

Manuela Witt (r.) schwingt als Hexe Glinda ihren Zauberstab gegen den Löwen Ilse Alexius.

NACHRODT - Kostüm- und Schminkproben gibt es bei jedem Theater, so auch beim Nachrodter Amateurtheater „Das Brettken am Drögen Pütt“. In nicht einmal drei Wochen feiert das Wintermärchen Premiere. Der Zauberer von Oz soll das Publikum in diesem Jahr begeistern.

„Insgesamt spielen 24 Schauspieler mit. Die alle zu schminken und anzuziehen, erfordert viel Zeit, zumal die Kostüme teilweise sehr aufwendig sind“, erklärt Michael Podworny, Leiter der Schauspielgruppe. Zum Glück sei der Kostümfundus im Laufe der Jahre ziemlich groß geworden. „Die Kostüme sind so ausgefallen, dass wir gar nicht darüber nachdenken brauchten, uns an einen Kostümverleih zu wenden“, berichtet Podworny. Eigenkreationen und Improvisationstalent seien gefragt. Und da kommt Christian Schmidt ins Spiel. Er ist der Fachmann für die Maske. Liebevoll schminkt er die Darsteller. „20 Minuten habe ich in der Maske gesessen, bis aus mir die gute Hexe Glinda wurde“, erzählt Manuela Witt. Genau aus diesem Grund sei es so wichtig, Schmink- und Kostümproben zu machen. In der Premierenhektik darf nichts schief gehen. „Wir müssen ja wissen, wann die Schauspieler am Set sein müssen, wer zuerst dran ist und wer etwas mehr Zeit hat“, erklärt Podworny. Es sei auch wichtig, diese Probe recht früh zu machen, denn erstens müssten die Schauspieler sich in ihren Kostümen wohl fühlen und genug Bewegungsfreiheiten haben und zweitens fehle in der Woche vor der Aufführung schlicht die Zeit, um solch aufwendige Proben durchzuführen. „Dann arbeiten wir quasi rund um die Uhr am Bühnenbild.“

Und auch die Requisiten müssen stimmen. Um der guten Hexe einen prunkvollen Zauberstab zu verpassen, wurde kurzerhand eine Klobürste silberfarben lackiert und mit Glitzer-Sternchen verziert.

„Die Proben sind in diesem Jahr sehr zeitintensiv. Es wird viel gesungen und wir sind ja keine ausgebildeten Musicalschauspieler“, so der Leiter. Circa 20 Gesangspassagen gilt es einzustudieren. Geschrieben wurden diese, wie bereits im vergangenen Jahr von Sascha Fotiadis, selbst Mitglied des Brettken. „Wir wussten, dass die Zeit knapp ist, daher proben wir seit Beginn zusätzlich auch noch dienstags“, erläutert Podworny die Intensität.

Am Samstag, 4. Dezember, feiert der Zauberer von Oz in der Nachrodter Lennehalle Premiere. Die Karten kosten für Kinder drei Euro und für Erwachsene sechs Euro. Erhältlich sind sie in folgenen Vorverkaufsstellen: in der Rastatt, der Lottoannahmestelle Mothes (beide Nachrodt), bei Schreibwaren Dresel (Wiblingwerde), in der Buchhandlung Katerlöh und im Salon Heidrun Schick (beide Altena) und in Letmathe in der Kleinen Buchhandlung. ▪ Lydia Machelett

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