Kleine Umzüge weiter sehr beliebt

Auch die Kleinsten sind mit Freude dabei.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Die Laternen liegen schon bereit. In den nächsten Tagen wird es in der Doppelgemeinde eine ganze Menge an Laternenumzügen geben. Ein Brauch, der ganz offenbar nicht nur Kindern Spaß mache – das beweisen die hohen Teilnehmerzahlen. Von Thomas Keim

So sind es allein im Kindergarten am Pastor-Landmann-Weg in Wiblingwerde um die 180 Personen, die sich am Freitag um 17 Uhr in Richtung Neubaugebiet am Nihhenhuser Hof auf den Weg machen. Begleitet werden sie von St. Martin zu Pferd und von Ernst Jörg Pühl auf der Trompete.

Von der Bachstraße aus macht man sich heute und morgen auf den Weg; einen ersten Umzug gab es am Dienstag. Es geht in Richtung Schmalsgotte.

Wiederum am Freitag ist der Kindergarten St. Elisabeth unterwegs. Nach einem Wortgottesdienst um 17 Uhr in St. Josef geht es zur Jahnstraße, wo das Martinsspiel stattfinden wird. Ein Reiter ist natürlich mit von der Partie.

Ebenfalls am Freitag feiert der Waldkindergarten Wiblingwerde sein Laternenfest. Es beginnt um 16.30 Uhr an der Einrichtung mit einem kleinen „Schattenspiel“.

Die Awo-Kindertagesstätte an der Geschwister-Scholl-Straße zieht an diesem Tag vom Kindergarten zum Märkischen Platz, wo ein kleines Theaterstück um St. Martin aufgeführt wird. Die Kita rechnet mit rund 150 Teilnehmern.

In der Doppelgemeinde setzte man also überwiegend auf kleinere, dezentrale Veranstaltungen. Sehr große Umzüge, wie es ihn gemeinsam mit der Grundschule in Wiblingwerde gab, haben sich nach Ansicht vieler Eltern nicht bewährt. Insbesondere die kleineren Kinder kämen dabei oftmans zu kurz, war zu erfahren.

Die Kirchengemeinde St. Josef lädt für Sonntag, 13. November, zu ihrem Martinszug ein. Um 17 Uhr geht es von der Grundschule an der Ehrenmalstraße zur Kirche. Begleitet wird dieser Zug vom Blasorchester Altena. Wegen der Brezelversorgung ist hier ein Kartenvorverkauf eingerichtet worden. Die Tickets sind unter anderem im Kindergarten St. Elisabeth zu haben, aber auch bei Zeitschriften Schmalenbach.

Der Martinstag erinnert mit seinem Brauchtum an den Heiligen Martin von Tours, der am 11. November im Jahre 397 beigesetzt wurde. Sein Wirken wird heute durch die Martinsumzüge und das Martinssingen geehrt.

Die „Martinsgans“ hat Ihren Ursprung wohl zum Teil in der Martinslegende, andererseits aber auch darin, dass St. Martin traditionell der Tag für die Ablieferung des Zehnten gewesen ist, also der Pacht – und diese konnte durchaus in Form einer Gans entrichtet werden.

Weil der 11. November im Übrigen den Beginn der 40 Tage dauernden, vorweihnachtlichen Fastenzeit markiert, ist das auch der Grund, weshalb die neue Karnevalssession an diesem Tag ausgerufen wird. Das Motto lautet hier sinngemäß: Einmal noch reichlich essen!

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