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Feuerwehr-Bau wird vorgezogen?

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Bei der Klausurtagung der CDU war auch die Verwaltung dabei.
Bei der Klausurtagung der CDU war auch die Verwaltung dabei. © Krumm, Thomas

Es ging um ein Zahlen-Monster. Und um Weichen für die Zukunft. Möglicherweise kann der Neubau der Feuerwehr am Holensiepen vorgezogen werden. Das wurde jedenfalls auch bei der Klausurtagung der CDU diskutiert.

Nachrodt-Wiblingwerde – „Wenn man Geld nicht ausgibt, was man nicht hat, nennt man das Realismus“, soll der CDU-Politiker Manfred Rommel einmal gesagt haben. Die Realität in Nachrodt kommt jetzt gerade in Form des Haushaltsplanentwurfes daher. Ein Zahlen-Monster auf 384 Seiten. Dort durchzublicken und Weichen für das Jahr 2022 in Nachrodt-Wiblingwerde zu stellen, sind Kunst und Kür gleichermaßen.

Die Christdemokraten legten vor, trafen sich zu ihrer Klausurtagung im Gasthof Spelsberg in Altena. Um schnell und unkompliziert Fragen rund um den Haushaltsplan stellen zu können, waren auch Kämmerin Gabriele Balzukat und Bürgermeisterin Birgit Tupat gekommen.

Früher war es ein No-Go

„Das war ja früher ein No-Go, heute sind wir froh, wenn die Verwaltung dabei ist. Das ist ein absoluter Mehrwert, weil die Fraktion Ansätze im Haushalt nachfragen kann und nicht irgendwie philosophieren muss. Der Umgang miteinander ist heute ein ganz anderer als früher“, sagt Jens-Philipp Olschewski, Fraktionsvorsitzender der CDU. Er hatte die Tagung vorbereitet. Gebührenerhöhungen will die CDU mit aller Kraft vermeiden. „Deshalb müssen wir behutsam vorgehen“, so Jens-Philipp Olschewski.

Straßen und Immobilien waren zentralen Themen, „aber wir wollen auch den Kulturbereich nicht aus den Augen verlieren“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende. Er glaubt an eine Alternative für Qbus, „vielleicht eine Art Beach-Bar in den Sommermonaten. Alle Akteure haben Lust darauf, dass da etwas passiert.“

Das liebe Geld

Natürlich ging es ums „liebe Geld“ während der Klausurtagung, aber auch um Rahmenbedingungen. Bauchschmerzen bereitet der CDU besonders die Zeit-Frage. Da man auf viele Förderungen wartet, können Projekte nicht in Angriff genommen werden. So zum Beispiel beim Thema „Sozialtrakt Lennehalle“.

Warten auf die Förderung

Der Neubau wird zu 90 Prozent vom Bund gefördert. 1.365.750 Euro sollen nach Nachrodt fließen. Angeblich. Doch weil es Bundesmittel sind, fordert der Projektträger Jülich immer wieder Nachbesserungen bei den Anträgen. „Da sind wir noch nicht wirklich weitergekommen“, bedauert Bürgermeisterin Birgit Tupat.

Und so steht die Frage im Raum, ob es die Möglichkeit gibt, zunächst mit dem Bau der neuen Feuerwehr am Holensiepen zu beginnen. Fahrzeuge und sämtliches Feuerwehr-Equipment müssen dann für ein paar Monate irgendwo untergebracht werden.

Besserer Zeitplan

Eigentlich sollte erst mit dem Neubau gestartet werden, wenn der Sozialtrakt der Lennehalle abgerissen und auf der anderen Seite der Halle neu errichtet worden ist. „Aber es macht auf jeden Fall Sinn, die Feuerwehr vorzuziehen. So kann man den Zeitplan intelligenter angehen, als immer nur auf die Förderung zu warten“, findet Jens-Philipp Olschewski.

Es ist wahrscheinlich, dass das Thema in den nächsten Planungs- und Bauausschuss am 22. November kommt. Sorgen bereitet Politik und Verwaltung gleichermaßen das Gezerre um Handwerker auf dem Markt.

SPD und UWG legen nach

Übrigens: Die Sozialdemokraten treffen sich zur Klausurtagung am Freitag, 5. November, von 16 bis 20 Uhr und am Samstag, 6. November, von 10 bis 13 Uhr im SPD-Parteibüro. Die Unabhängige Wählergemeinschaft hat die Debatten auf einen Tag komprimiert: Die UWG kommt am Mittwoch, 10. November, ab 18 Uhr bei Winkhaus zusammen.

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