Sekundarschüler ziehen an einem Strang

Die Klasse 6a der Sekundarschule hat ein erlebnispädagogisches Wochenende am Sorpesee verbracht. Ein Grillabend und Teamspiele, Kanufahren und Floßbau, aber auch Gespräche über Sexualität und Drogen standen dabei auf dem Programm. Foto: Kolossa

Nachrodt-Wiblingwerde - Anders die Freizeit verbringen, als mit Smartphone, Computer oder Fernseher – auch das war ein Ziel des erlebnispädagogischen Wochenendes, an dem von Freitag bis Sonntag die 27 Mädchen und Jungen der Klasse 6a der Sekundarschule Altena/ Nachrodt-Wiblingwerde teilgenommen haben.

Erste echte Herausforderung war für den einen oder anderen die handyfreie Zone, denn in der Jugendherberge am Sorpesee wurden die beliebten Kommunikationsgeräte sofort nach der Ankunft eingesammelt. „Es ist eigentlich schön, mal ganz ohne Handy auszukommen“, stellte Dilara fest. Für sie und ihre Klassenkameraden war dies aber eine ganz neue Erfahrung. Alle bekamen dafür aber auch an diesem Wochenende ein Programm geboten, zu dem ein Grillabend, Kanutouren, Floßbau, Teamspiele und der Klettergarten ebenso gehörten wie Informationen über Aids und Drogen. Veranstalter dieses zum achten Mal durchgeführten Projekts unter dem Motto: „Alternativ“ waren die Jugendförderung Altena, die Drogenberatungsstelle (Drobs) Werdohl und die Aids-Beratung des Märkischen Kreises.

Gemeinsam sind wir stark, denn nur in der Gemeinschaft lassen sich manche Aufgaben lösen - diese Erkenntnis nahmen die Kinder mit nach Hause. So lässt sich beispielsweise ein Kanu nur dann fahren, wenn sich alle an die vorher getroffenen Absprachen halten. Und dann macht es auch Spaß. Sicherheit stand dagegen im Klettergarten im Mittelpunkt. Jedes Mädchen und jeder Junge steckte in einem Klettergurt, der gemeinsam mit den Klassenkameraden angelegt wurde. Wachsam war dabei stets das Team von des Klettergarten-Betreibers Mosaik, drei erfahrene Kletterer, die erst nach erfolgter Endkontrolle, bei der auch der Sitz des Helms überprüft wurde, die Freigabe für das Abenteuer gaben.

Dann war jede der drei Gruppen gefragt, im Sinne des Worts an einem Strang zu ziehen, denn nur so konnte die Sicherungsleine gehalten werden. Bis in zwölf oder 14 Meter Höhe war jeweils ein Schüler auf dem Weg, der sich dabei stets auf seine Gruppe verlassen konnte. Mit Nervenkitzel war auch die Überquerung eines Sorpe-Seitenarms mit der 70 Meter langen Seilrutsche verbunden. Spaß hatten alle, und an ihre Grenzen sind dabei auch viele gekommen.

Den informativen Teil gestalteten Rudi Mann, Aids-Berater des Märkischen Kreises, zum Thema: „Sex und so...“ und die Drobs Werdohl und Iserlohn zum Thema Drogen. Auf großes Interesse stieß der Inhalt des Drogenkoffers, zu dem auch Rauschgiftbrillen gehörten. Mit deren Hilfe nahmen die Schüler die Empfindungen eines Drogenrausches wahr. Dieses Erlebnis-Wochenende hatte es in jeder Hinsicht sich. - Julius Kolossa

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