Klares Ja zur Neugestaltung des Rastatt-Umfeldes

Diplom-Ingenieurin Rebekka Junge stellte in der Ratssitzung am Montagabend den Entwurf für die Neugestaltung des Rastatt-Umfeldes vor. Darin sollen verschiedene Orte am Fluss miteinander verknüpft werden. Foto: Griese

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Einstimmig hat sich der Rat a Montagabend für die Umgestaltung des Rastatt-Umfeldes nach den Plänen eines Bochumer Architekturbüros ausgesprochen. Finanziert werden soll das Projekt unter anderem mit Mitteln des Strukturförderprogrammes Regionale 2013.

Drei Planungsbüros hatten ihre Ideen für eine Neugestaltung des Bereiches zwischen St. Josef-Kirche, Rastatt und Lennebrücke vorgelegt. Eine Jury hatte im Vorfeld der Ratssitzung den Plan der Bochumer Architekten favorisiert. Diplom-Ingenieurin Rebekka Junge stellte den Ratsmitgliedern, aber auch vielen interessierten Bürgern, ihren Entwurf für das Projekt am Montag noch einmal vor. Darin würden verschiedene Orte an der Lenne miteinander verknüpft, erläuterte die Planerin. Zudem hätten die Landschaftsarchitekten das Spezielle an Nachrodt gesucht: „Flache Kiesufer bieten hier einen wunderschönen Zugang zur Lenne, auf der anderen Seite gibt es hier diese steilen Felsen“, beschrieb Junge. Dies herauszuarbeiten sei der Kern des Projektes.

Seit der Präsentation des Planes Mitte Juli und der Jurysitzung Ende August haben die Bochumer Landschaftsarchitekten ihre Vorstellungen noch verfeinert und auch schon Anregungen aus der Doppelgemeinde eingebaut. So finden sich in der aktuellen Planung beispielsweise Gärten am Flussufer. „Das haben wir auf einer alten Postkarte entdeckt“, erklärte Junge, woher diese Idee stammte.

Bei den Ratsmitgliedern kam der Entwurf ausgezeichnet an, sie gaben ihm einstimmig ihre Zustimmung. Trotzdem gab es auch kritische und skeptische Stimmen. Vor allem die Kosten der Realisierung trieb dem einen oder anderen Ratsmitglied Sorgenfalten auf die Stirn. Zwar gibt es Regionale-Mittel, aber die dürften nach allgemeiner Einschätzung kaum ausreichen, um die Planung in allen Details zu finanzieren. Rebekka Junge glaubt, dass damit allenfalls das unmittelbare Umfeld der Gaststätte Zur Rastatt neugestaltet werden kann. Hier sind ein Rastplatz mit Biergarten, ein neuer Parkplatz und eine Sitzstufenanlage mit großzügigem Zugang zur Lenne geplant. Der übrige Bereich mit Spielfeldern, Holzpodesten am Lenneufer, einem Niedrigseilgarten und eventuell auch einem Zeltplatz würde wahrscheinlich zusätzliches Geld verschlingen. Doch Bürgermeisterin Birgit Tupat ist zuversichtlich, auch noch andere Geldquellen erschließen zu können. „Wir prüfen, ob es noch Förderung aus anderen Töpfen gibt“, sagte sie am Montag.

Auch andere Hindernisse sind noch aus dem Weg zu räumen – im wahrsten Sinn des Wortes. So stehen zwei Mehrfamilienhäuser dem ganzen Vorhaben im Weg. Sie sollten eigentlich schon abgerissen worden sein, die Genehmigung dazu ist längst erteilt. Mittlerweile habe der NRW-Landesbetrieb Straßenbau, dem die Immobilien gehören, für Anfang 2014 den Abriss eines Hauses angekündigt. „Im zweiten Haus wird derzeit geprüft, ob es dort eine Fledermauspopulation gibt“, berichtete Tupat, dass ökologische Bedenken einen Abriss hinauszögern könnten. - Volker Griese

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare