Klärschlamm blockiert Verkehr auf der B 236

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Feuerwehr, Bauhof, Ordnungsamt, Untere Wasserbehörde und ein Reinigungsunternehmen waren am Dienstagmorgen auf der B 236 im Einsatz, um Klärschlamm zu beseitigen, den ein Lastwagen verloren hatte. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Das stank den Autofahrern auf der B 236 am Dienstagmorgen gewaltig: Ein mit Klärschlamm beladener Lastwagen hatte gegen 9.40 Uhr auf einer Länge von fast vier Kilometern zwischen dem Amtshaus und den Walzwerken Einsal seine übel riechende Ladung durch die geöffnete Heckklappe verloren und damit für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt.

Auf einem 100 Meter langen Teilstück zwischen Schulstraße und Bodelschwinghstraße lag die stinkende Masse, die eigentlich an das Kraftwerk in Elverlingsen geliefert werden sollte, etwa 30 Zentimeter hoch auf der Fahrbahn. Doch auch darüber hinaus sorgte der Schlamm für eine rutschige Fahrbahn, weil der Fahrer seinen Transporter erst in Einsal anhielt.

Die Freiwillige Feuerwehr Nachrodt rückte mit zwei Fahrzeugen und acht Einsatzkräften aus, um den stinkenden Belag nass zu halten. Nur so konnte er durch eine Kehrmaschine aufgenommen werden. Ein Spezialfahrzeug reinigte im Anschluss daran die Fahrbahn. Die Bundesstraße musste aufgrund dieser Prozedur für mehr als eine Stunde komplett gesperrt werden, was lange Staus zur Folge hatte.

Auch Vertreter der beim Märkischen Kreis angesiedelten Unteren Wasserbehörde waren vor Ort, kamen aber schnell zu der Erkenntnis, das eine Gefährdung der Umwelt ausgeschlossen werden konnte. Die Feuerwehr musste ihre komplette Ausrüstung nach diesem etwa zwei Stunden dauernden Einsatz allerdings desinfizieren. Klärschlamm kann Mikroorganismen enthalten, die beim Menschen Infektionskrankheiten hervorrufen. Den Lastwagenfahrer erwartet nun eine Anzeige, weil er seine Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert hatte. ▪ vg

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