Stark auch ohne Muckis: Kinder lernen sich zu wehren 

Erfahrungen sammeln, auch für das spätere Leben: Simone Kraushaar-Schmitz vermittelt den Kindern in kleinen Gruppen das richtige Verhalten, um Konflikte zu lösen.
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Erfahrungen sammeln, auch für das spätere Leben: Simone Kraushaar-Schmitz vermittelt den Kindern in kleinen Gruppen das richtige Verhalten, um Konflikte zu lösen.

Nach den Sommerferien werden sie die Grundschule besuchen. Was sie aber in dieser Woche in der Kindertagesstätte Fibs an der Bachstraße von Simone Kraushaar-Schmitz erfahren und lernen, das können die Kinder schon jetzt gut gebrauchen: Selbstbehauptung.

Nachrodt-Wiblingwerde – Es geht um mehr Selbstsicherheit im Alltag. In typischen Ärgernis-Situationen eine konfliktarme Lösung zu finden und anzuwenden. „Du hast aber ein hässliches T-Shirt an“, konfrontiert Simone Kraushaar-Schmitz ein Mädchen. Oder stellt pauschal eine Behauptung in den Raum: „Jungs sind alle doof.“ Nun geht es darum, mit diesen Provokationen richtig umzugehen.

Simone Kraushaar-Schmitz ist selbstständige Trainerin und arbeitet mit dem Programm „Stark auch ohne Muckis“. Sie sagt: „Es geht mir darum, Kinder auf humorvolle Weise zu stärken und daran zu arbeiten, dass Mobbing komplett aus der Gesellschaft verschwindet.“

Positive Wirkungen

Das Ziel ihrer Kurse, mit denen die Hemeranerin auch in Neuenrade und Werdohl, aber auch in Hemer selbst unterwegs ist: Kinder werden durch das Training selbstsicherer in ihrer Kommunikation und in ihrem Auftreten, sodass die Junioren auch mit schwierigen Situationen gut umgehen können. „Das wirkt sich positiv auf den Alltag aus, aber auch auf den weiteren Lebensweg der Kinder“, ist sich Kraushaar Schmitz sicher.

Es gehe um mehr Respekt und somit ein höheres Wohlbefinden. „Die Kinder lernen, respektvoller miteinander umzugehen, was dazu führt, dass Streitereien minimiert werden und die allgemeine Stimmung bei allen Beteiligten gut ist – und bleibt.“

Mit Elternabend

Flankiert wird das aktuelle Kursangebot übrigens von einem Elternabend. Die Mütter und Väter der Kinder im Fibs erfahren dabei, wie sie „einen sicheren Hafen für ihr Kind bieten und unnötige Konflikte zu Hause zu vermeiden“.

Das Kursangebot sei gut und richtig, findet auch Erzieherin Nicole Bloemers. „Die Kinder nehmen viel mit.“ Ein ähnliches Angebot gab es in der Kita bereits seit geraumer Zeit, doch habe sich die damalige Leiterin jetzt zur Ruhe gesetzt. „Wir sind froh, eine gute Nachfolgerin gefunden zu haben“, sagt Nicole Bloemers.

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