Von Kindheit an fasziniert

Vanessa Malinowski.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Vanessa Malinowski singt gern. Aber nicht irgend etwas. Ihre musikalische Liebe gilt einzig und allein dem Musical. Und die bekanntesten von ihnen kennt sie fast schon in- und auswendig. Von Hartwig Bröer

Ihr Repertoire umfasst solche Werke wie „Elisabeth“, „Wicked“ oder „Cats“. Sie singt nach eigener Aussage so gut wie immer und so gut wie überall. Mit Ausnahme vielleicht der Badewanne. Sie ist derart fasziniert von dem Genre Musical, dass sie nach Ablegen des Abiturs dieses Fach auch studieren möchte. Bundesweit werden jedoch entsprechende Studienlehrgänge nur an fünf Universitäten angeboten. Und die Zahl der Studierenden ist dabei auf fünf bis höchstens zehn Personen beschränkt.

Beworben hat sie sich bereits bei allen in Frage kommenden Universitäten, doch jeweils Absagen erhalten, da das Kontingent bereits erschöpft war und Wartelisten geführt werden.

Ihre Liebe zum Musical entdeckte Malinowski schon, als sie noch zur Grundschule ging. Zu diesem Zeitpunkt sah sie einmal die Aufführung von „Cats“ im Fernsehen. „Damit hat im Grunde genommen alles angefangen“, sagt die junge Sängerin heute. Ihre Mutter schenkte ihr darauf hin zu Weihnachten eine Video-Cassette der Produktion und ein Jahr später Eintrittskarten zu der Musikveranstaltung in Hamburg. Schon auf der Heimfahrt lag Vanessa Malinowski ihrer Mutter „in den Ohren“. Denn für sie stand schon als Zehnjährige fest, Musicaldarstellerin werden zu wollen. Die Kombination zwischen Gesang und Schauspiel faszinierte sie.

Folgerichtig nahm sie als Zwölfjährige an einem Musikwettbewerb der Musikschule Hemer teil und konnte dort schon mehr als nur einen Achtungserfolg erzielen. In der Folgezeit trat sie mehrfach – allerdings mehr im privaten Rahmen – auf.

Seit rund vier Jahren erhält die heute 20-jährige Malinowski nun professionellen Gesangsunterricht. Das führte dann dazu, dass sie an einem Fanwettbewerb des Musicals „Starlight Express“ in Bochum teilnehmen und einen der vorderen Plätze belegen konnte. Auch öffentlich ist sie bereits aufgetreten. „Das allerdings“, sagt sie, „nicht regelmäßig“. Denn das Genre Musical sei derzeit nicht so stark gefragt wie beispielsweise Schlager oder Popmusik. Zu ihren größten Stärken gehört das Singen á-capella. Diese Vortragsart ist deswegen besonders anspruchsvoll, weil sie musikalisch nicht begleitet und einzig und allein stimmlich intoniert wird.

Mit ihrer reinen und klaren Stimme konnte sie schon viele Zuhörer beeindrucken. Mittlerweile hat Malinowski auch eine Demo-CD vorgelegt. Dies führte im Ergebnis dazu, dass sie schon einige – wenn auch noch nicht sehr viele – öffentliche Auftritte absolvieren konnte. Malinowski möchte ihr Hobby zum Beruf machen. Das wird allerdings, so erklärte sie, „ein langer und steiniger Weg“ werden. Doch davon lässt sich die junge Künstlerin nicht beirren. „In absehbarer Zeit werde ich bestimmt einen Studienplatz bekommen“, sagt sie überzeugt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare