Was Kindern Freundschaft bedeutet

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Nachdem sich die Kinder theoretisch mit dem Thema Freundschaft befasst hatten, setzten sie ihre Gedanken am Nachmittag kreativ um. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ „Wozu sind denn Freunde da?“, klang im Katholischen Vereinshaus die Stimme von „Pur“-Sänger Hartmut Engler aus dem Lautsprecher. Dieser Frage gingen am Mittwoch auch die 45 Kinder nach, die an den Ferienspielen der St. Josef-Gemeinde teilnehmen.

Das Thema „Freundschaft“ stand im Mittelpunkt des dritten Aktionstages. Die Kinder gingen der Frage auf den Grund, was es mit dieser positiven Beziehung und Empfindung zwischen Menschen auf sich hat. Als Grundlage diente ihnen dabei das Buch „Der Regenbogenfisch“ von Marcus Pfister. Darin geht es um das in vielen bunten Farben schillernde Schuppentier, das zwar der allerschönste, aber auch der einsamste Fisch im ganzen Ozean ist. Erst als er seine Glitzerschuppen verschenkt, gewinnt er viele Freunde.

Nach dieser Geschichte war für die meisten Kinder klar, dass die Bereitschaft zu teilen zu einer guten Freundschaft unbedingt dazugehört. Auch Ehrlichkeit und Akzeptanz, sich vertrauen zu können, seien wichtig, fanden sie in mehreren Kleingruppen heraus.

Bevor mittags mit Pizza die Lieblingsspeise viele Kinder auf den Tisch kam, stattete Diakon Heinz-Georg Voß der Gruppen noch einen Besuch ab. Nach einem kurzen Gebet griff auch er die Geschichte vom Regenbogenfisch noch einmal auf, was die Mädchen und Jungen sehr aufmerksam verfolgten.

Am Nachmittag setzten die Kinder die Gedanken des Vormittags dann kreativ um. Sie bastelten für den Gottesdienst, der am Sonntag (9.30 Uhr, St. Josef-Kirche) das Ende der einwöchigen Ferienspiele markieren wird. „Die Bastelarbeiten werden in dem Gottesdienst eine Rolle spielen“, sagte Annette Heumann vom Organisationsteam der Ferienspiele geheimnisvoll.

Aber auch Freundschaftsbänder entstanden unter den geschickten Händen der kleinen Ferienspieleteilnehmer. Solche Bänder aus Wolle oder Garn werden in vielen Kulturen als Zeichen der gegenseitigen Freundschaft und Zuneigung getragen, in westlichen Kulturen vor allem von Jugendlichen.

Nachdem die Kinder am Dienstag bereits den Ketteler Hof in Haltern besucht haben, steht am Donnerstag ein weiterer Ausflug auf ihrem Programm. Sie werden den ganzen Tag bei den Karl-May-Festspielen in Elspe zubringen. Am Freitag wollen sie dann nach Haste wandern, wo sie den ganzen Tag mit Waldspielen und Grillen auf dem Hof Simon verbringen werden. Der Bürgerbusverein wird ihnen dabei das Essen und die Getränke spendieren. Annette Heumann hofft für diesen Tag auf trockenes Wetter und denkt mit Grausen an das vergangene Jahr, als der Abschlusstag auf dem „Ahorn“ total verregnete. „Notfalls können wir auf dem Hof Simon aber in der Scheune Unterschlupf suchen“, hat sie aber für den Fall der Fälle bereits eine Alternative zum geplanten Freiluftvergnügen im Kopf.

Veranstaltet werden die Ferienspiele zwar von der katholischen St. Josef-Kirchengemeinde, die konfessionelle Bindung der Teilnehmer spiele allerdings keine Rolle, versichert Annette Heumann. „Von manchen Kindern wissen wir nicht einmal, welcher Konfession sie angehören“, sagt sie. Von Bedeutung ist die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche allenfalls bei der Anmeldung, wenn sich mehr Interessen melden als Plätze vorhanden sind. „Dann berücksichtigen wir natürlich zuerst unsere aktiven Messdiener, die Sternsinger und die Kinder aus der Gemeinde“, so Heumann. ▪ vg

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