Awo-Kindergarten schafft Platz für die ganz Kleinen

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Ines Braun (hinten) hat ein Händchen für die Minis. Sie wird sich ab August vorrangig um die Mädchen und Jungen der neuen Gruppe kümmern. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Ab dem 1. August 2013 haben Kinder schon ab Vollendung des ersten Lebensjahres einen Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege. In der Doppelgemeinde wird dieser Anspruch durch ein neues Angebot im Awo-Kindergarten erfüllt. Dort werden Kinder bereits aufgenommen, wenn sie erst vier Monate alt sind.

Die Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt (Awo) baut dafür im nächsten Jahr eine neue Gruppe mit zehn Kindern auf. Für sie werden an der Geschwister-Scholl-Straße Schlafplätze geschaffen, damit die Kleinkinder auch tagsüber ihr gewohntes Nickerchen halten können. Es wird aber auch ein Gruppenraum mit besonders kleinen Möbeln eingerichtet sowie mit speziellen Spielecken, zum Beispiel einem Kuschelbereich, ausgestattet.

„Das wird ein anderes Arbeiten sein, aber wir freuen uns darauf“, sagte Anne Alban, Leiterin des Awo-Kindergartens, als sie das neue Angebot am Mittwoch vorstellte. Zumindest für eine ihrer Mitarbeiterinnen bedeutet das alles keine große Umstellung. Ines Braun hat Elementarpädagogik studiert, verfügt damit also gewissermaßen über die „Lizenz für die ganz Kleinen“. Doch auch die anderen Erzieherinnen sollen an die Betreuung und Früherziehung der „Minis“ herangeführt werden, wie Anne Alban erklärte: „Es gibt einen Awo-internen Erfahrungsaustausch und auch Fortbildungsangebote.“

Eltern von Kleinkindern, die das neue Angebot in Anspruch nehmen wollen, können im Awo-Kindergarten zwischen einer 35-stündigen oder 45-stündigen Betreuung pro Woche wählen. Die Alternative zur frühkindlichen Förderung im Kindergarten wäre die Tagespflege bei zertifizierten Tageseltern. „Dafür spricht die familiäre Erziehung. Im Kindergarten erhalten Kinder und Eltern aber bereits frühzeitig Kontakt zu anderen Kindern und der Einrichtung“, erläuterte Anne Alban die Unterschiede. Sogar für eine Kombination aus Kindergarten und Tagespflege können sich die Eltern entscheiden. Davon allerdings hält die Kindergartenleiterin nicht viel, obwohl dies für berufstätige Eltern durchaus praktisch sein könnte. „Man sollte immer auch an das Kind denken und es deshalb möglichst nur an einer Stelle betreuen lassen“, gibt Anne Alban zu bedenken.

Neben den zehn neuen Plätzen für die ganz Kleinen kann der Awo-Kindergarten ab August in einer Gruppe auch 20 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren aufnehmen; davon können aber nur sechs Kinder unter drei Jahren sein. Interessierte Eltern können ganz einfach telefonisch einen Gesprächstermin vereinbaren (Tel. 0 23 52/36 58).

Die Kindertagesstätten in der Doppelgemeinde nehmen die Anmeldungen für das nächste Kindergartenjahr diesmal übrigens schon deutlich früher entgegen als sonst. Zwischen dem 7. und dem 11. Januar 2013 können Eltern ihre Sprösslinge im Alter von zwei bis sechs Jahren in den folgenden Einrichtungen für das im Sommer 2013 beginnende Kindergartenjahr anmelden:

Awo-Kindergarten (Geschwister-Scholl-Straße, Nachrodt): Tel. 0 23 52/36 58; hier werden auch Plätze für Kinder im Alter unter zwei Jahren angeboten

Evangelisches Familienzentrum Fibs (Bachstraße 55, Nachrodt): Tel. 02352/37 53

Evangelischer Kindergarten Wiblingwerde (Pastor-Landmann-Straße 5): Tel. 0 23 52/

3 06 22

Katholischer St. Elisabeth-Kindergarten (Hagener Straße 5, Nachrodt): Tel. 0 23 52/3 00  42

Waldkindergarten Wiblingwerde (Herlsener Weg 36): Tel. 0 23 52/32 08 01; hier werden nur Kinder zwischen drei und sechs Jahren aufgenommen. ▪ Volker Griese

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