Kinderbuchautorin liest in der Nachrodter Grundschule

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Vor rund 180 Nachrodter Grundschülern las die Kinderbuchautorin Lucy Scharenberg aus ihrem Buch „Der kleine Maya“ vor – eine ebenso unterhaltsame wie lehrreiche Lektüre.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Eine Woche lang stand das Lesen im Mittelpunkt für die Mädchen und Jungen der Nachrodter Grundschule. Am Freitag ging die Projektwoche, in der auch das Thema Freundschaft eine Rolle spielte, mit dem Besuch einer Buchautorin zu Ende. Und auch die Sieger eines Vorlesewettbewerbs wurden noch ausgezeichnet.

Eine „aufregende und schöne Woche“ gehe zu Ende, bilanzierte die stellvertretende Schulleiterin Casta Coenen, die die Projekte maßgeblich vorbereitet hatte, am Freitagmorgen. Und der Besuch einer Schriftstellerin sei ein schöner Abschluss. Zu Gast in der Aula der Schule war nämlich die 36-jährige Kinderbuchautorin Lucy Scharenberg aus Marienheide. Elf Kinderbücher hat sie in den vergangenen anderthalb Jahren bereits veröffentlicht. Eines davon stellte sie den rund 180 Nachrodter Grundschülern am Freitag vor: „Der kleine Maya“. Es handelt von dem Maya-Jungen Maisfrosch, der bei einem Vulkanausbruch von seinen Eltern getrennt wird und mit anderen Bewohnern seines Dorfes durch den Dschungel flüchtet. In einer großen Stadt findet der kleine Maya neue Freunde – und schließlich auch seine Eltern wieder. Bis es so weit ist, muss er aber einige Abenteuer bestehen und auch noch eine knifflige Aufgabe lösen.

Lucy Scharenberg, im Hauptberuf Erzieherin in einem Kindergarten, verstand es, den Grundschulkindern die Geschichte lebendig vorzulesen. Dabei gelang es ihr, nicht nur die Spannung aufrecht zu erhalten. Ganz nebenbei lernten die Kinder – nicht zuletzt durch die Illustrationen von Birgitta Heiskel – auch noch eine Menge über die Maya, ihre Lebensweise und ihre Religion, aber auch über das Land, in dem die Ureinwohner Mittelamerikas gelebt haben.

Zur Einführung in ihre Lesung stellte ihnen Lucy Scharenberg anhand von Fotos beispielsweise eine Maya-Pyramide vor und ließ sie mit Hilfe einer Audioeinspielung in einen tropischen Regenwald hineinhorchen. Während der Geschichte erfuhren die kleinen Zuhörer dann, in welchen Behausungen die Maya gelebt haben und dass sie auch ganz prächtige Paläste gebaut haben. Sie lernten wovon sich die Vorfahren der letzten verbliebenen Maya ernährt haben und wie sie die Geschehnisse ihrer Zeit aufgezeichnet haben. All das hat Lucy Scharenberg in ihrem Buch in kindgerechter Sprache, aber dennoch historisch einigermaßen korrekt dargestellt. Nur die Geschichte um die Entdeckung eines göttlichen Getränkes, durch das Maisfrosch letztlich seine Eltern rettet und das heute eine beliebte Leckerei in aller Welt ist, hat die Autorin frei erfunden.

Zum Abschluss der Leseprojektwoche an der Grundschule Nachrodt wurden die Sieger und Platzierten eines Vorlesewettbewerbs ausgezeichnet.

Am Ende des letzten Projekttages zeichnete die Grundschule dann noch die Sieger und Platzierten eines Vorlesewettbewerbs aus, an dem sich die Kinder des zweiten bis vierten Schuljahres hatten beteiligen können. Sie hatten sich einer dreiköpfigen Jury, bestehend aus Büchereileiterin Gabriele Beil, Türkischlehrer Hüseyin Yildirim und Ex-Lehrerin Gisela Krummenerl, gestellt. Sieger des ersten Schuljahres wurde Tobias Henke, der sich gegen Jonas Alexius, Julia Höckmann und Natalie Henning hatte durchsetzen können. Im zweiten Schuljahr hatte Debora Will vor Lea Siegismund, Lara Groß und Liv Böllert gewonnen. Beste Vorserien des vierten Schuljahres war Beyza Yazar, dahinter folgten Elouise Crummenerl, Jusuf Celan und Erik Repp. Während sich die Sieger über Buchgutscheine freuen konnten, gingen die übrigen Platzierten mit einem Exemplar von Lucy Scharenbergs „Der kleine Maya“ nach Hause. Manche Kinder ließen sich ihr Exemplar sogar noch von der Autorin signieren. Für Casta Coenen waren übrigens alle Vorleser Gewinner: „Das waren ganz knappe Entscheidungen. Ihr könnt stolz auf Euch sein“, lobte sie die Kinder, die an dem Vorleswettbewerb teilgenommen hatten. ▪ Volker Griese

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