Kinderaktionstag: Was der Glaube mit einem Surfbrett zu tun hat

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Wackeliger Untergrund: Auch im Leben sucht man oft den Halt.

Nachrodt-Wiblingwerde - Was der Glaube mit einem Surfbrett gemein hat und warum es nicht nur auf dem Brett manchmal wackelig wird, das haben Kinder bei einem spannenden Aktionstag erfahren.

Ein kleiner Junge steht inmitten sich meterhoch auftürmender Wellen auf einem Holzboot. Seine Arme, von einem hellen Lichtstrahl erleuchtet, sind gen Himmel gerichtet. Zuvor hatte er einen Anker geworfen. Dieser sinkt aber nicht auf den Meeresgrund, sondern sucht Halt an anderer Stelle. 

Das Postermotiv und der dazu gehörige Bibelspruch aus dem Markus-Evangelium „Ich glaube, hilf meinem Unglauben“ standen im Mittelpunkt des ökumenischen Kinderaktionstags, der im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Nachrodt-Obstfeld stattgefunden hat. 

Balance halten wichtig

Die Stelle aus dem Markus-Evangelium ist auch die aktuelle Jahreslosung der evangelischen Kirche. „Um die Situation des Jungen nachzuempfinden, starten wir erst mal auf einem Surfbrett“, sagte Katja Pischke vom Jugendreferat Iserlohn. 

Gemeinsam mit Pastor Wolfgang Kube und Kathrin Richter von der katholischen Kirche organisierte sie den ersten Kinderaktionstag des Jahres. Nun galt es, sich auf ein Surfbrett zu stellen und die Balance zu halten. 

Gemeinsames Basteln mit Kathrin Richter (links), die den Tag mitorganisiert hatte.

Im Anschluss wurde nicht nur die Szene des kleinen Jungen, sondern auch die Frage diskutiert: „Was gibt mir Halt?“. Denn nicht nur auf dem Surfbrett, sondern auch im Leben sei es manchmal ein bisschen wackelig. 

Glauben auf die Probe gestellt

In der Geschichte aus dem Markus-Evangelium geht es um einen an Epilepsie erkrankten Jungen, dessen Vater seinen Glauben angesichts der schwierigen Situation in Zweifel zieht. 

Die mit der Geschichte und dem Poster assoziierten Gefühle wurden aufgeschrieben: Worte, wie Trauer, Angst oder das Alleinsein fielen. Wie kann dem Jungen in dieser Situation geholfen werden? 

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, sollten die Jugendlichen zwischen fünf und 15 Jahren darüber nachdenken, an was sie persönlich glauben. Auch über die Bedeutung des Zweifels wurde geredet; „Wir können nicht an alles glauben – und sollten dies auch nicht“, betonte Pastor Wolfgang Kube. Nur auf diese Weise könnten sich die Gedanken ordnen und festigen. 

Zweifel sei auch immer ein Zeichen von Aufmerksamkeit und eine Hilfe, nichts Unbedachtes zu tun. Zum Abschluss wurden noch die drei Symbole Anker, Herz und Kreuz gebastelt. Der nächste Kinderaktionstag ist am Samstag, 7. März.

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