100 Kinder: Schwimmkurse boomen im Gartenhallenbad

+
Den Spaß am Schwimmen entdecken derzeit 100 Kinder bei den Kursen im Gartenhallenbad.

Naachrodt-Wiblingwerde –100 Kinder lernen derzeit im Gartenhallenbad in zehn Kursen schwimmen. Ein regelrechter Boom. Das steckt dahinter.

100 Kinder in zehn Schwimmkursen: Das sind die stattlichen Zahlen, die Sabine Karisch, Vorsitzende des Trägervereins Bürgerbad, für die aktuellen Ferien nennt. Das Projekt „NRW kann schwimmen“ boomt in Nachrodt. 

Und es waren sogar 150 Kinder, die angemeldet worden waren. Nicht für alle gab es einen Platz. „Wir haben uns um die Teilnahme und somit um die finanzielle Unterstützung des Landes NRW beworben und werden nunmehr seit drei Jahren finanziell unterstützt. Anfangs hatten wir vier Kurse, nunmehr sind es zehn“, sagt Sabine Karisch erfreut. 

Um 8 Uhr morgens in den Ferien auf der Matte stehen? Das ist für die meisten Eltern und Kinder kein Problem. „Aber es haben auch welche abgesagt, die das zu früh fanden“, erzählt Schwimmtrainer Thomas Bergfeld, der mit Schwimmlehrerin Sybille Löchel gerade einen Kurs nach dem anderen im Bürgerbad gibt. 

Ziel: Sicheres Schwimmen fördern

Die Mädchen und Jungen sind begeistert, stellen sich auch freiwillig unter die kalte Dusche, bevor es ins Wasser geht. Sicheres Schwimmen bei Kindern fördern: Das ist das Hauptziel von „NRW kann schwimmen“. 

Die Erfolge stellen sich schnell ein: Kinder, die sich anfangs ängstlich am Beckenrand festhielten, trauen sich nach zwei Wochen oftmals schon an die Seepferdchen-Prüfung. Sechs bis 14 Jahre alt sind die Mädchen und Jungen, die aus der Gemeinde, aber auch aus Schalksmühle, Iserlohn, Altena und Lüdenscheid zum Schwimmkurs kommen. 

Es sind syrische Kinder ebenso dabei wie türkisch-, russisch- oder polnischstämmige Mädchen und Jungen. „Täglich treffen sich nun in unserem Hallenbad Menschen unterschiedlicher Herkunft“, sagt Sabine Karisch und freut sich über den Beitrag zur Integration: „Nur so kann man Vorurteile im Miteinander auflösen und zueinander finden."

Das Projekt in NRW

Von 2009 bis 2018 wurden im Programm „NRW kann schwimmen“ 3762 Schwimm-Kurse in den Schulferien angeboten. 35 000 Kinder nahmen teil, 65 Prozent schlossen den Kurs mit dem Seepferdchen ab. 60 Prozent der Kinder hatten einen Migrationshintergrund. 

135 000 Euro kostete das Programm pro Jahr, 15 000 Euro übernahm der Landessportbund. In diesem Jahr wurde die Aktion ausgeweitet und finanziell aufgestockt: Das Jahresbudget wurde auf 260 000 Euro erhöht, jetzt können auch jüngere Kinder aus den ersten beiden Schuljahren mitmachen. Der Eigenanteil für die Eltern liegt pro Kind bei zehn Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare