Aktion der Gemeinde Nachrodt

Besondere Gutachter prüfen Spielplätze

Spaß auf der Rutsche: Das Gerät auf dem Spielplatz am Nachrodter Feld kommt gut an bei den Kita-Kindern aus Nachrodt.
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Spaß auf der Rutsche: Das Gerät auf dem Spielplatz am Nachrodter Feld kommt gut an bei den Kita-Kindern aus Nachrodt.

Kleine Experten auf großer Prüftour: Die Kinder der Kita St. Josef in Nachrodt schauten sich den Spielplatz am Nachrodter Feld genau an - und äußerten Wünsche zur Verbesserung. Dazu ruft die Gemeinde alle Kinder auf - für alle Spielplätze in der Gemeinde.

Nachrodt-Wiblingwerde – Eine kleine Expertenkommission hat den großen Spielplatz am Nachrodter Feld besucht. 14 Mädchen und Jungen unterzogen das dortige Angebot an Spielgeräten einer kritischen Prüfung, bei der es vor allem um den Spaßfaktor ging. Ist das Gerät attraktiv? Macht es Freude, sich darauf zu bewegen?

Und „bitte sagt uns, was ihr auf den Spielplätzen vermisst“. Diesen Appell hatte Bürgermeisterin Birgit Tupat im August an alle Kindergärten und Schulen in der Gemeinde geschrieben. Auch an die Sekundarschule, denn Kinderspielplätze sollen für Jugendliche bis zwölf Jahren attraktiv sein.

Kinder kennen Spielplatz gut

Also machten sich 14 Mädchen und Jungen vom Kindergarten St. Elisabeth auf den Weg zum Nachrodter Feld. „Das ist nicht weit für uns, vielleicht eine Viertelstunde“, erklärt Erzieherin Nina Baumann, die mit ihrer Kollegin Mihribahn Kitziltepe die Aufsicht über die eifrigen Spielplatz-Gutachter übernommen hatte. „Die Kinder kennen den Platz auch gut“, ergänzte Nina Baumann, „denn er liegt auf unserem Weg in den Wald.“

Was wünschen sich die Junioren aus der Kita St. Elisabeth denn für den Platz in der Nähe der Dümplerleie? Till muss nicht lange überlegen und präsentiert einen Dreierpack von Geräten, den er sich wünschen würde: „eine Seilbahn, Trampolins und ein Baumhaus.“ Das zeigt: Wunschlisten wachsen schnell.

Wünsche schriftlich oder als gemaltes Bild einreichen

Derweil vergnügen sich an der Kletterspinne Martha und Ela-Naz, die das Gerät „klasse“ finden. Einer ihrer Kindergartenfreunde wendet ein: „Aber es müsste größer sein und in der Mitte eine Feuerwehrstange haben.“ Die Wünsche sind eben verschieden. Eine weitere Schaukel kommt ebenfalls ins Gespräch an diesem Vormittag.

„Klasse“ Kletterspinne, finden Martha und Ela-Naz aus der Kita St. Josef in Nachrodt. Doch sie könnte größer sein, meinen manche Kinder.

Ältere Kinder, die schon schreiben können, können ihre Vorschläge schriftlich einreichen. Was von den jüngeren Jahrgängen kommt, dürfte aber deutlich bunter ausfallen. Sie sollen nämlich Bilder mit ihren Wunschgeräten oder Wunschspielplätzen malen. „Damit sich eine Teilnahme auch lohnt, hat der Arbeitskreis entschieden, dass die Vorschläge auch als Malwettbewerb eingereicht werden können, damit auch die ganz Kleinen mitmachen können“, so Birgit Tupat.

15 Spielplätze für 940 Kinder

Die Vorschläge gehen an den Arbeitskreis Spielplätze und müssen natürlich zunächst auf Umsetzbarkeit geprüft weren. Offenbar waren schon viele Mädchen und Jungen aus der Doppelgemeinde fleißig. „Ich habe schon reichlich Rückmeldungen bekommen“, sagt Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz. Weitere Zeichnungen wird er in die Hände bekommen, wenn der Kindergarten St. Elisabeth bald ins Amtshaus kommt. Mit einer kleinen Delegation soll nämlich die Bürgermeisterin besucht werden.

Der Sozialausschuss hatte im Juni die Spielplätze in der Doppelgemeinde besucht. Es geht um 940 Kinder, die dort leben und für die es insgesamt noch 15 Spielplätze gibt. Politik und Verwaltung wollen klären, wie es mit ihnen weitergeht. Fakt ist bereits: Einige Spielplätze werden aufgegeben, über weitere wird diskutiert. Und zwar auch mit der Fragestellung, ob es nicht sinnvoller ist, die Zahl der Spielplätze zu reduzieren, aber die verbleibenden dann attraktiver zu gestalten.

Malwettbewerb: Einsendeschluss 17. September

Alle Bilder und Vorschläge für die Spielplätze müssen bis Freitag, 17. September, im Amtshaus eingereicht werden – entweder per Post schicken oder in den Amtshaus-Briefkasten werfen. Zudem gibt’s einen Malwettbewerb für alle eingereichten Bilder. Der Arbeitskreis wird die Sieger auslosen, für die es Preise geben wird.

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