Kirche zum Spielen und Toben

Kinder lieben Wiblingwerder Krümelkirche: Da darf man auch kleckern

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Lecker! Auch das Frühstück schmeckt immer gut.

Nachrodt-Wiblingwerde – Mit einem lauten Knall bricht der kunterbunte, circa 2 Meter hohe, Turm zusammen. Erschrockene Eltern und Kinder, die vor Begeisterung quietschen: Im Wiblingwerder Gemeindehaus war am Samstagvormittag richtig was los. Ein Team der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde hatte junge Familien zur Krümelkirche eingeladen. Vier Mal im Jahr findet diese Veranstaltung statt. Und das Konzept kommt gut an.

Nach und nach trudeln die Familien mit den Kindern ein. Die etwas größeren staunen nicht schlecht beim Blick in den Raum. Dort liegen unzählige Bauklötze und andere Spielsachen. Am liebsten würden sie wohl sofort loslegen. Aber einen Moment müssen sie sich noch gedulden, denn erst wird gemeinsam gesungen. 

Pfarrerin Tabea Esch hat einige christliche Kinderlieder mitgebracht, zu denen es auch Bewegungen gibt und sogar ein Gebet, bei dem keiner still sitzen muss. Die Kinder sind begeistert und wünschen sich sogar eine „Zugabe“. Aber die wird auf später verschoben, denn nun knurrt doch allen der Magen. 

An gemütlichen eingedeckten Tischen nehmen alle Platz und bedienen sich am Buffet. Für die ganz kleinen Gäste gibt es sogar nagelneue Hochstühle. „Der Erlös des Büchertischs, den wir zu verschiedenen Anlässen aufgebaut hatten, war ja für die Kinder- und Jugendarbeit bestimmt. Diesen haben wir nun investiert“, erzählte Larissa Nowak aus dem Vorbereitungsteam. 

Angeschafft wurden neben den drei Hochstühlen ein Wickeltisch, der künftig in der Behindertentoilette hängen wird, Toilettensitze für Kleinkinder und einige Spielsachen. Somit ist das Gemeindehaus nun äußerst kinderfreundlich ausgestattet. Die Eltern genießen das Frühstück.

Krabbel- und Kleinkinder - hier fühlen sich alle wohl.

Denn anders als im Restaurant, müssen sie nicht so genau darauf achten, was ihre Kinder gerade machen, dass auch nichts neben dem Teller landet oder das Nutellabrötchen in die Haare geschmiert wird. „Wir sind ja hier in der Krümelkirche, da dürfen auch mal Krümel neben dem Teller landen“, erzählt Esch schmunzelnd. 

Ist der Teller leer, hält die Kinder nichts mehr auf ihren Stühlen, es wird direkt in Richtung Spielplatz gestartet. Dort wird ausgiebig gerobbt, gekrabbelt und getobt. Währenddessen nutzen die Eltern die Gelegenheit zum gemütlichen Austausch. Zum Abschluss kommt dann die versprochene Lied-Zugabe. Und bei den ganzen Bewegungen wird Kindern und Eltern sogar noch einmal ein bisschen warm. Aber eines ist sicher: Alle haben mächtig Spaß.

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