Besonderes Projekt für Insekten: Kinder legen los

Nach kurzen Erklärungen ging es ans Werk. Auf etwa 40 Quadratmetern wurden verschiedene Pflanzen gesetzt.
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Nach kurzen Erklärungen ging es ans Werk. Auf etwa 40 Quadratmetern wurden verschiedene Pflanzen gesetzt.

Die Kinder erfuhren eine Menge und hatten Spaß; Bienen, Hummeln und Schmetterlinge werden sich ebenfalls freuen. Auf der Wiese zwischen dem Haus Nachrodt der Familie von Löbbecke und der Evangelischen Kirche ist ein Beet entstanden, das mit vielen bienenfreundlichen Stauden und Blumen bepflanzt ist.

Dafür haben Mädchen und Jungen aus der katholischen Kindertagesstätte St. Elisabeth gesorgt. Die erste Gruppe kam am Montag, die zweite war am Freitag an der Reihe. Unterstützt von Charlotte und Helmut von Löbbecke sowie von Kindergartenleiterin Sandra Schwieren und Erzieherin Annabella Collona sammelten die Junioren erste Erfahrungen im Gärtnern.

„Wir können unsere Hände ruhig schmutzig machen“, ermunterte Sandra Schwieren die Kinder, auch mal mit den Händen ins Erdreich zu greifen. Schließlich sollten die Pflanzen so in die Erde gebracht werden, dass sie auch gut gedeihen können. Abstände beachten, daran denken wie hoch die Pflanzen werden, damit sie sich später nicht gegenseitig das Licht wegnehmen und einiges mehr: Die kleinen Gärtner bekamen eine Menge guter Tipps für ihre Premiere.

Die Vielfalt des gepflanzten Grüns ist groß: Ob Lavendel, Lupinen, Schafgarbe, Astern, Margeriten, Sonnenhut, Akelei oder Malven – die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge werden an der Kirchstraße bald einen reich gedeckten Tisch vorfinden.

Blühzeit Mai bis Oktober

Das Ehepaar von Löbbecke stellte seinen Grund und Boden zur Verfügung und spendierte etliche Pflanzen, aber auch die Mädchen und Jungen aus der Kita St. Elisabeth trugen etwas zum Bestand bei. Sie hatten einen Bollerwagen gepackt und brachten eigenes Grün mit, das zur Artenvielfalt des Beetes beitragen wird. Der Pflanzgrund hat eine Fläche von etwa 40 Quadratmetern.

Bei der Auswahl der Pflanzen wurde darauf geachtet, dass es sich um heimische Arten handelt, die gut zum Standort passen. Und bienenfreundlich mussten sie natürlich sein. „Wir haben außerdem darauf geachtet, dass sie zu unterschiedlichen Zeiten blühen“, berichtet Charlotte von Löbbecke. Von Mai bis Oktober soll den Bienen und Schmetterlingen etwas geboten werden. Eine spät blühende Pflanze ist zum Beispiel die Aster, während der Lavendel schon jetzt in seiner schön gefärbten, violett-blauen Blüte steht.

Insektenhotel folgt

Um die Pflanzaktion zu komplettieren, wurden schließlich noch Wildblumen ausgesät. „Ihr müsst dann jeden Tag zum Gießen kommen“, kündigte Helmut von Löbbecke mit einem Augenzwinkern an. „Vielleicht“, so Sandra Schwieren, „nimmt uns das Wochenende ja schon viel Arbeit ab“, sagte sie am Freitag mit Blick auf Regentage.

Ganz abgeschlossen ist das Projekt „Bienenwiese“ im Übrigen noch nicht. Im Kindergarten an der Hagener Straße wird demnächst nämlich ein Insektenhotel gebaut. Wildbienen und Hummeln sollen dort Gäste sein, auch verschiedene Wespenarten, wie Schlupf-, Falten-, Grab- oder Wegwespen, Käfer, Florfliegen und Ohrwürmer.

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