Selbstverteidigung lernen:

Kind nimmt Angreifer in den Schwitzkasten

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Fröhlich ging es beim Schnupperkurs Selbstverteidigung in der Awo-Kita zu

Nachrodt - Wiblingwerde - Es ging ums Treten, Schlagen und Schreien. Aber so schlimm, wie es sich anhört, war es gar nicht: Beim Schnupperkurs Selbstverteidigung in der Awo-Kindertagesstätte hatten Eltern und Kinder Spaß.

Katrin Bormann, Leiterin der Awo-Kindertagesstätte, hatte die Idee, den Kurs zu etablieren: „Mein Sohn belegt eine Selbstverteidigungs-AG in der Grundschule, die auch von Andrea Kassebaum geleitet wird. Also habe ich mal gefragt, ob das auch für Kindergartenkinder möglich ist.“ Kindergartenkinder und deren Eltern bekamen die Möglichkeit, in die Selbstverteidigung reinzuschnuppern. Dabei war die Teilnehmerzahl auf 20 Kinder beschränkt. Während der Übungen wurde darauf geachtet, dass bestimmte Richtlinien eingehalten werden.

Andrea Kassebaum (rechts) ermutigte die Kinder.

Regeln, wie „Kinder kämpfen nicht untereinander, sondern nur mit der Übungsleiterin“, gewährleisteten, dass die Kinder untereinander keine Handgreiflichkeiten austauschten. Die kritischen Blicke der Eltern änderten sich, als die 53-jährige Trainerin in die Runde fragte, ob nicht einer Lust habe, in den Schwitzkasten genommen zu werden. Nach Sekunden der Stille traute sich ein Vater – und lag innerhalb weniger Handgriffe auf dem Boden. Das zeigte die jahrelange Erfahrung der Trainerin. „Ich mache das schon zehn Jahre“, erzählte sie. Ziel des Selbstverteidigungstrainings ist spielerische zu lernen, sich gegen Mobbing, Konfliktsituationen und Gefahr zu behaupten. Außerdem werden Selbstsicherheit sowie die Kompetenz, Gefahren rechtzeitig zu erkennen, gestärkt. Dabei ging es nicht nur um körperliche Abwehr, sondern auch um verbalen Widerstand.

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