Nawibchen ist jetzt endgültig Geschichte

So hat 2009 alles angefangen: Die Veranstaltung hatte zwar noch keinen Namen, aber die Beteiligung der Bevölkerung gab Anlass zu der Hoffnung, dass sich ein Fest für alle Menschen aus der Gemeinde etablieren könnte. Foto: MZV

Nachrodt-Wiblingwerde - „Ich habe mich entschlossen, das Nawibchen einzustellen“, erklärte Ute Schröder am Mittwoch und in ihren Worten klang ein bisschen Frust mit. Fünf Jahre lang hatte die Rennerderin das multikulturelle Familienfest organisiert – durchschlagenden Erfolg hatte die Veranstaltung nicht.

2009 hatte Ute Schröder das Fest zum ersten Mal geplant und durchgeführt – zunächst noch, ohne einen Namen dafür zu haben. Den legten Besucher und Bürger per Abstimmung fest – das „Nawibchen“ war geboren. Der Name, zusammengesetzt aus den beiden ersten Silben der Ortsnamen Nachrodt und Wiblingwerde und durch die Endsilbe verniedlicht, sollte ein Gemeinschaftsgefühl ausdrücken. Ein netter Gedanke, dessen Umsetzung in die Tat aber nicht so einfach war. Immer wieder musste das Nawibchen mit anderen Veranstaltungen konkurrieren. Als wäre es so schwierig, die wirklich überschaubare Zahl von Festen, Aufführungen und Aktionen in der Doppelgemeinde zu koordinieren. Mal war es eine Theateraufführung, dann ein Sommerfest oder auch die Märkischen Waldtage, die mehr oder weniger gleichzeitig mit dem Nawibchen stattfanden. Auch in diesem Jahr wäre es nach Worten von Ute Schröder wieder Großveranstaltung gewesen, mit der das Nawibchen auf terminlichen Kollisionskurs geraten wäre.

Deshalb hat die langjährige Organisatorin schon Anfang Oktober vergangenen Jahres die Notbremse gezogen und das Familienfest für das Jahr 2014 abgesagt. In Hintertürchen hatte sie sich aber noch offen gelassen: „Wenn jemand mit einer Lösung kommt, würde ich vielleicht weiter machen“, hatte sie gesagt.

Die Lösungsvorschläge blieben offenbar aus. „Da nur meine Familie, Annette Berends und ich aktiv die Gestaltung und die Durchführung betrieben haben, denke ich, dass das Nawibchen nicht so angenommen wurde, dass es sich lohnt, weiter geführt zu werden“, teilte Ute Schröder nun mit. Darüber sei sie traurig, betonte Schröder, „da ich in den Jahren sehr nette Leute kennen gelernt habe und es sehr viele schöne Situationen gab, die mich motiviert haben.“ - Volker Griese

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